5 Reisetipps für Nordeuropa

Du suchst noch nach spannenden Ausflugszielen für deine erste Reise nach Nordeuropa oder bist schon ein echtes Nordlicht und suchst neue Ideen? Lass dich inspirieren für dein nächstes Outdoor-Abenteuer im hohen Norden. Hier kommen meine fünf Reisetipps für Nordeuropa!

Von Finnland bis Spitzbergen erwarten dich herrliche Naturschauspiele und kulturelle Schätze. Neben kargen Landschaften und einsamen Siedlungen erlebst du in Nordeuropa eine unvergleichliche Gastfreundschaft und einzigartige Naturspektakel. Zieh die Wollmütze auf und schnür deine Wanderstiefel: Das sind deine Reisetipps für deine nächste Erlebnisreise im Norden Europas.

Reisetipp Nr. 1: Besseggengrat in Jotunheimen

Nordeuropas Schätze: Blick auf den Besseggengrat
Nordeuropas Schätze: Blick auf den Besseggengrat

Vor einigen Jahren verschlug mich meine erste Wikinger-Reise nach Norwegen. In Jotunheimen erwartete mich ein einwöchiges Wandererlebnis rund um das urige Hotel Hindsæter. An einem sonnigen Tag erwanderten wir zum Beispiel den berühmten Besseggengrat. Ein Erlebnis das ich bis heute nicht missen möchte! Auf einem durchaus sportlichen Pfad, wo voller Körpereinsatz gefordert wurde, wanderten wir zwischen dem smaragdgrünen Gjendesee und dem tiefblauen Bessvatn. Dabei wurden wir von unvergesslichen Aussichten über die zerklüftete Bergwelt von Jotunheimen belohnt.

Reisetipp Nr. 2: Das Rote Haus in Tasiilaq

Nordeuropas Schätze: Das Rote Haus in Tasiilaq
Nordeuropas Schätze: Das Rote Haus in Tasiilaq

Das Leben der Inuit wirkt wohl auf die meisten Mitteleuropäer sehr fremd. Das Überleben im ewigen Eis und inmitten der einsamen Wildnis Grönlands scheint für uns ein echtes Kunststück. Doch die Inuit haben ihr (Über-)Leben gut an die eigenwillige Natur ihres Heimatlandes angepasst. Während unserer Wikinger-Reisen nach Ostgrönland stehen wir in engem Kontakt mit dem ehemaligen Extremsportler Robert Peroni. In Südtirol geboren, ließ er sein altes Leben vor vielen Jahren hinter sich und lebt nun im hohen Norden Europas. In seinem Gästehaus, dem Roten Haus in Tasiilaq, knüpft er den Kontakt zwischen Inuit und Reisenden. In seiner „Märchenstunde“ erfährst du tolle Geschichten über sein neues Leben im ewigen Eis und über die Traditionen der Inuit.

Reisetipp Nr. 3: Wanderparadies Mývatn

Nordeuropas Schätze: Wanderung im Krafla-Gebiet
Nordeuropas Schätze: Wanderung im Krafla-Gebiet

Der viertgrößte See Islands befindet sich im Norden der Insel, nahe dem Fischerstädtchen Húsavík. Übersetzt ins Deutsche nennt man ihn auch „den Mückensee“. Der neckische Kosename weist auf die vielen Kribbelmücken hin, die sich im Sommer bei absoluter Windstille am See tummeln. Der Mývatn ist bei Wanderern vor allem wegen seiner Vielzahl an unterschiedlichen Pfaden beliebt. Durch seine Lage am Krafla-Vulkansystem erlebst du hier spannende Naturschauspiele. Neben lieblichen Trails am Seeufer kannst du vom Mývatn aus auch den zerklüfteten Lava-Garten Dimmuborgir oder den teuflischen Hverfjall-Krater erwandern. Ganz in der Nähe blubbern die Schlammtümpel von Námaskarð. Am Mývatn gibt es einiges zu entdecken!

Reisetipp Nr. 4: Bärenbeobachtung in Karelien

Nordeuropas Schätze: Braunbär in Karelien
Nordeuropas Schätze: Braunbär in Karelien

Früher konnte ich mir nichts unter Karelien vorstellen. Die ostfinnische Region war mir völlig unbekannt, bis ich im letzten Jahr für einige Tage die Koffer packen und zur Bärenbeobachtung reisen durfte. Direkt an der russischen Grenze versteckten einige Wikinger-Kollegen und ich uns für mehrere Stunden in einer kleinen Schutzhütte. Mucksmäuschenstill und abwartend starrten wir in die schier endlose Taiga von Karelien. Mitten im vermeintlichen Nirgendwo spürt man ganz deutlich die erdende Ruhe der Natur. Als der junge Braunbär dann urplötzlich aus dem Unterholz auftauchte, konnten wir es kaum glauben. Eine so beeindruckende Erfahrung lässt dich so schnell nicht mehr los!

Reisetipp Nr. 5: Sowjetische Geisterstadt Pyramiden

Nordeuropas Schätze: In Pyramiden
Nordeuropas Schätze: In Pyramiden

Einmal lebten in der mittlerweile unbewohnten Bergarbeitersiedlung Pyramiden über 1.000 Einwohner. Heute zieht es vor allem Reisende in die Geisterstadt auf Spitzbergen. Vor allem der typisch östliche Stil der tristen Betonbauten und die auffallend große Leninstatue erregen großes Aufsehen. Ihren Namen verdankt Pyramiden dem gleichnamigen Hausberg, der bei Wanderern sehr beliebt ist. Doch Vorsicht: Sei auf Spitzbergen nicht ohne Guide unterwegs. Eine unfreiwillige Begegnung mit einem Eisbären ist hier nicht allzu unwahrscheinlich.

Mit diesen fünf Reisetipps wünsche ich euch viel Spaß bei der Auswahl eures Top-Reiseziels in Nordeuropa!

Deine Marei

Was meinst du dazu?

[callbackform]