Die persische Küche: wie ein Märchen aus 1001 Nacht

Als Einkäufer für Wikinger Reisen bin ich in der weiten Welt unterwegs und konzipiere neue Reisen. Auf was ich mich ehrlich gesagt am meisten freue, ist jeweils die kulinarische Welt dieser Länder, da ich selber aus Leidenschaft koche. Von allen Speisen, die ich bisher auf meinen Erkundungsreisen gegessen habe, finde ich die persische Küche am vielfältigsten.

Märchenhafte Geschmäcker

Geschmacklich sind die Gerichte mit der indischen Küche verwandt, allerdings nicht scharf, dafür sehr würzig und aromatisch. Die persische Küche geht von kräftigen Eintöpfen, über köstliche Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte bis hin zu süßen Naschereien. Für eine orientalische Note sorgen Safran, Nüsse, Datteln und Rosenwasser. Diese Zutaten werden besonders für Nachspeisen verwendet.

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Für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse sorgen getrocknete Limonen, Berberitzen und Granatapfelpüree. Und die einzigartige Kombination aus duftig lockerem Basmatireis und knusprig goldener Reiskruste geben den Speisen den letzten Schliff.

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Den Salat, den wir kennen, gibt es in der traditionellen persischen Küche nicht. Das Essen wird stattdessen mit frischen Kräuter wie violetten und grünen Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Kresse und Minze begleitet. Daneben gibt es auch eingelegten Knoblauch und Gemüse in Essig sowie eine Art von Zaziki.

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Der Sohan ist mit Abstand das köstlichste Gebäck: Das Zusammenspiel von Safran und Pistazien löst eine regelrechte Geschmacksexplosion aus. Die leckerste Sorte ist der Sohan mit gefüllten Pistazien. Hier wird ein Märchen aus 1001 Nacht wahr.

Das Nationalgetränk ist der Schwarztee. Traditionell trinkt man ihn in seiner reinsten Form ohne Aromen. Jedoch hat sich weltweit die Marke Early Grey etabliert und diese Schwarzteesorte beinhaltet das Aroma der Bergamotte. Am besten man probiert beide Teesorten und entscheidet dann selbst, welche einem besser schmeckt.

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Heiß und kalt heißt keineswegs heiß und kalt

Was mich an der persischen Küche vor allem fasziniert, ist, dass sie einer Philosophie zugrunde liegt: der Harmonie von heiß und kalt. Das hat nichts mit heißen oder kalten Speisen zu tun, sondern vielmehr mit den Wirkungen auf unsern Körper. So gelten zum Beispiel Reis, Milch, Zitrusfrüchte und Tee als kalt, da sie eine beruhigende Wirkung haben. Dagegen gelten Fleisch, Gewürze, Zucker und Nüsse als heiß, denn sie wirken anregend. Schon bei der Zubereitung wird auf ein gleichmäßiges Verhältnis dieser Wirkungen geachtet.

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Euer Behzad Marvie

2 Kommentare zu „Die persische Küche: wie ein Märchen aus 1001 Nacht“

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