Reiseverlauf
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1. Tag: Ongi etorri!
Flug nach Bilbao und ca. 2-stündiger Transfer nach Pamplona.
2. Tag: Pamplona erleben
Durchs grüne Herz Pamplonas starten wir in unseren ersten Wandertag. Schon nach wenigen Schritten begegnen uns schwer bepackte Pilger, die auf dem Jakobsweg gen Westen ziehen – manche noch gezeichnet von der Pyrenäenüberquerung. Unser Weg führt durch schattige Parks und entlang des Río Arga, bis sich über uns die Altstadt erhebt (GZ: 2 Std., +/- 70 m). Nach einer Mittagspause entdecken wir Navarras Hauptstadt bei einer Stadtführung: von der mittelalterlichen Stadtmauer bis zu den Schauplätzen von Hemingways "Fiesta".
3. Tag: Am Südhang der Pyrenäen
Ein erster Höhepunkt erwartet uns in den Pyrenäen: das berühmte Kloster von Roncesvalles, seit Jahrhunderten ein bedeutender Pilgerort. Von hier bringt uns der Bus nach Bizkarreta, wo wir selbst ein Stück Jakobsweg erwandern. Inmitten sanfter Hügellandschaften und mit weiten Ausblicken über die Bergwelt folgen wir dem historischen Pfad nach Zubiri (GZ: 3 1/2 Std., + 70 m, - 300 m).
4. Tag: Schluchtwandern und Klosterblicke
Wir tauchen ein in die wilde Schönheit des Foz de Lumbier. Auf schmalem Weg wandern wir entlang steiler Felswände und lauschen dem Rauschen des Flusses (GZ: 2 Std., +/- 180 m). Danach geht es hinauf zum Kloster Leyre, eingebettet in eine atemberaubende Berglandschaft. Ein kurzer Spaziergang führt uns zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Kloster und den mächtigen Yesa-Stausee.
5. Tag: Ins alte Königreich Navarra
Heute führt uns der Weg in den sonnenverwöhnten Süden Navarras. Ein erster Stopp gehört einem echten Postkartenmotiv des Jakobswegs: der "Brücke der Königin" in Puente La Reina, wo sich zwei der wichtigsten Pilgerrouten vereinen. Dann erwartet uns Olite mit seinem märchenhaften Burgpalast. Mit unzähligen Türmen, Zinnen und schmalen Gängen lässt er Navarras glanzvolle Vergangenheit aufleben. Nach der Besichtigung dieses steinernen Labyrinths geht es weiter nach Tudela.
6. Tag: Wüstenzauber der Bardenas Reales
Nur wenige Kilometer von Tudela entfernt betreten wir eine andere Welt: die Bardenas Reales, eine surreale Landschaft aus Lehm und Sandstein. In leuchtendem Rot, Gelb und Ocker ragen Felstürme und Tafelberge aus dem Boden – kein Wunder, dass die UNESCO dieses Naturwunder unter Schutz gestellt hat (GZ: 1 1/2 Std., +/- 50 m). Am Nachmittag schlendern wir durch die Altstadt Tudelas und bestaunen die imposante Kathedrale.
7. Tag: Wildpferde und Wehrmauern
Heute geht es nach La Rioja – doch bevor wir die Weinberge erreichen, erwartet uns ein echtes Wanderjuwel. Inmitten grandioser Berglandschaft brechen wir auf zu einer Tour voller Kontraste: Weite Wiesen, schattige Wälder und stille Höhenpfade führen uns zu den Mauern eines abgelegenen Wehrklosters. Hier scheint die Zeit stillzustehen – wäre da nicht das leise Bimmeln der Glocken friedlich grasender Pferde. Kurz streifen wir das Baskenland, bevor wir am späten Nachmittag unser stilvolles Weingut bei Navarrete erreichen (GZ: 3 1/2 Std., +/- 430 m).
8. Tag: Zwischen Ton und Trauben
Direkt vom Hotel starten wir unsere Wanderung durch die sanften Hügel der Rioja. Es geht vorbei an Rebstöcken, einem kleinen See und hinein ins charmante Pilgerdorf Navarrete (GZ: 3 Std., +/- 220 m). Hier lassen wir uns ein typisches Pilgermenü schmecken. Als einziger Ort der Region bewahrt Navarrete die alte Kunst der Keramikherstellung, die hier bis heute lebendig ist. Auch unser Weingut greift diese Tradition auf und lässt seine Weine in riesigen Tongefäßen reifen. Am Nachmittag tauchen wir bei einer Führung in die Welt des Weinanbaus ein – natürlich mit Kostprobe.
9. Tag: Pilgerpfade nach Yuso
Vom kleinen Bergdorf Pazuengos steigen wir hinab durch stille Wälder und weite Wiesen – ein Weg wie aus alten Pilgerzeiten. Wir erreichen das eindrucksvolle Kloster von Yuso, ein bedeutendes Ziel abseits des Hauptweges nach Santiago (GZ: 3 Std., + 50 m, - 460 m). Die barocke Fassade beeindruckt schon von außen, eine Besichtigung ist fakultativ möglich. Auf dem Rückweg besuchen wir das Kloster Santa María la Real in Nájera, einst königliche Grablege und spirituelles Zentrum der Region. Am Abend lassen wir unsere Reise bei gutem Essen und den Weinen unserer Bodega genussvoll ausklingen.
10. Tag: ¡Hasta la próxima!
Rückfahrt nach Bilbao und Heimreise.
Navarra ist weit über Spaniens Grenzen hinaus für seine kreative Gastronomie bekannt – allen voran Pamplona, wo gleich acht Sterne-Restaurants um die Gunst der Feinschmecker wetteifern. Am 4. Tag unserer Reise ist nur das Frühstück inklusive. Die perfekte Gelegenheit, abends auf eigene Faust in die Welt der Sterneküche einzutauchen.













