• Via Podiensis: der schönste der französischen Jakobswege
  • Kulturelle Highlights: die historischen Orte Conques und Moissac
Frankreich/Jakobsweg: Studienreise mit Wandern (geführt)
Reisenummer
6703
Gästezahl
12 - 20 Personen
Reisedauer
11 Tage
Schwierigkeitsgrad
1-2 Stiefel
ab € 1.695
pro Person
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Wanderreise: Natur und Kultur auf dem französischen Jakobsweg

Die "Via Podiensis" führt vorbei an den jahrhundertealten Wegmarkierungen der Pilgerhospize, -brücken, -kreuze und -brunnen, trifft auf prachtvolle Kirchen und Abteien und versetzt uns in eine längst vergangene Zeit. Die Idylle mit träge dahin strömenden Flüssen, alten Laubwäldern, Blumenwiesen, kargen Hochebenen (Causses) und weiten Feldern erzeugt eine einzigartige Stimmung. Alle Sinne sind offen für die Mythen und Legenden um die geschichtsträchtigen Stätten am Wegrand.

Stiefelkategorie 1-2
Reisedauer
11 Tage
Gästezahl
12 - 20 Personen
Natur & Kultur
Karte der Reise 6703

Das erlebst du

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1. Tag: Bonjour Occitanie26.06.21

Nach der Ankunft in Toulouse bringt uns der Bus durch das sanft-hügelige Pyrenäenvorland, vorbei an fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen und herrschaftlichen Schlössern, in die ehemalige Grafschaft Armagnac zu unserem ersten Urlaubsstandort Condom.

2. Tag: Larresingle27.06.21

Nach einem kleinen historischen Stadtrundgang in Condom und einem Besuch der gotischen Kathedrale führt uns diese schöne Etappe durch das reiche Kulturland der Gascogne. Je nach Jahreszeit begleiten uns duftende Melonenfelder, süße Weintrauben und reife Brombeeren bis nach Larressingle. In dieser kleinen, verträumten mittelalterlichen Bastide, die auch den Beinamen „Carcassonne für die Hosentasche“ trägt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Jakobsweg bringt uns mit Ausblicken auf die grünen Wäldchen und Felder der Gascogne zurück zum Hotel, wo das Schwimmbad schon auf uns wartet (GZ: 3 1/2 Std., +/- 100 m).

3. Tag: Klostermacht La Romieu28.06.21

In La Romieu begrüßt uns die schon von weitem sichtbare Stiftskirche Saint-Pierre mit ihrem filigranen gotischen Kreuzgang. Von einem der wehrhaften Kirchtürme blicken wir weit über das Land und können bei klarem Wetter den Pyrenäen zuwinken. Wir starten in La Romieu und wandern vorbei an Weiden, fröhlich leuchtenden Sonnenblumen, sich im Wind wiegenden Getreidefeldern und durch kleine Wäldchen nach Castelnau-sur-l’Auvignon. Über das geschichtsträchtige Dorf erreichen wir die schlichte frühromanische Kapelle Sainte-Germaine sowie die Ufer des Stausees Lac de Bousquetara. Meist kreisen hier Milane auf Beuteschau oder Angler versuchen ihr Glück. Bald erreichen wir wieder Condom, das mit den hübschen Straßencafés zu einem Durstlöscher einlädt (GZ: 4 Std., +/- 200 m).

4. Tag: Prost Armagnac29.06.21

Heute wandern wir durch das Herzland des Armagnac-Gebietes. Von der gallo-römischen Villenanlage Séviac mit ihren prächtigen und herausragenden Bodenmosaiken aus dem 4. und 5. Jh. geht es durch die leicht hügeligen Weinfelder. Die aromatischen Trauben mit blumigen Bukett und klanghaften Namen wie Colombard oder Juraçon begleiten uns auf dem Jakobsweg. Diese Reben sind die Grundlage des regionalen Weinbrands, genannt Armagnac. Wann kostest du das Eau de Vie der Musketiere? Im Schatten eines baumbestandenen, ehemaligen Bahndamms gelangen wir nach Bretagne-en-Armagnac (GZ: 4 Std., nur mäßige Höhenunterschiede)

5. Tag: Standortwechsel30.06.21

Der Transfer bringt uns in die Region Aveyron nach Estaing (5 Std. Fahrtzeit). Unterwegs besichtigen wir eine der ältesten und bedeutendsten Abteien Frankreichs, Saint-Pierre in Moissac. Die zahlreichen romanischen Skulpturen im Kreuzgang sowie das erstaunliche Südportal der ehemaligen Benediktinerabtei zählen zu den Meisterwerken ihrer Zeit und sind beeindruckende kulturhistorische Zeugnisse auf dem Jakobsweg.

6. Tag: Durch Wälder und Felder01.07.21

Von St.-Chély-d’Aubrac, einem urtümlichen Dorf im Vulkanmassiv des Aubrac gelegen, führt der Weg über aussichtsreiche Hochebenen, die den Blick über die Causses zu den Cevennen freigeben, durch Laubwälder, Weiden und kleine Steinweiler hinab ins Lot-Tal. Dabei säumen gelb blühender Ginster, Gelber Enzian, Edelkastanien und so manch neugierig blickendes Aubrac-Rind unseren Weg. Wir beschließen die Wanderung im entzückenden St.-Côme-d’Olt, dessen kleine spätmittelalterliche Altstadt von Stadttoren, schmalen Gassen und der ungewöhnlichen Kirche mit dem in sich verdrehten Kirchturm geprägt ist (GZ: 4 1/2 Std., + 100 m, - 550 m).

7. Tag: Entlang des Lot02.07.21

Das Lot-Tal zeigt sich heute von seiner schönsten Seite: Wir folgen dem Lauf des Lot von der Eglise de Perse, einer entzückenden romanischen Perle, nach Espalion, der „Metropole“ am Lot. Ein Fest der Sinne: Es ist Markttag in Espalion! Auf dem regionalen Markt inmitten der Altstadt locken köstliche Erdbeeren, Kirschen, Melonen und Aprikosen. Bauern der Umgebung verkaufen ihre hausgemachten Produkte wie Käse oder Würste und selbst Holzofenbrot und Kuchen wandern in unsere Rucksäcke für ein ausgiebiges Picknick. Nach dem Marktbesuch kommen wir – vorbei an einem weiteren romanischen Schmuckstück, der Kirche Saint-Pierre de Bessuéjouls – über einen kleinen Höhenzug zurück nach Estaing (GZ: 4 Std., +/- 350 m).

8. Tag: Wallfahrtsort Conques03.07.21

Vom malerischen Städtchen Espeyrac gelangen wir durch die offene Wald- und Weidelandschaft mit Weitblicken auf die Höhenzüge des südlichen Zentralmassivs zu einem der Höhepunkte des Französischen Jakobsweges: Conques. Die Abtei mit der beeindruckenden Kathedrale Sainte-Foy, ihrem reichen Kirchenschatz und dem faszinierenden Tympanon des Jüngsten Gerichts haben Kultur- und Kirchengeschichte geschrieben. Rund um die Abtei schmiegen sich die malerischen Fachwerkhäuser des sympathischen Örtchens an die Berghänge. So versteckt offenbart sich seit über 1.000 Jahren nahezu unverändert dieser urige Wallfahrtsort den Pilgern (GZ: 3 1/2 Std., + 250 m, - 350 m).

9. Tag: Kulturland am Lot04.07.21

Heute erkunden wir unsere „Heimat“ im Lot-Tal. Rund um das malerische Estaing wandern wir durch die Laubmischwälder und die Rebberge der Estaing-Rotweinlagen. Immer wieder öffnet sich während unserer Rundtour der Blick auf unser mittelalterliches Estaing. Mit seiner mächtigen Burg, den schiefergedeckten Steinhäusern, den engen Gassen und der historischen Pilgerbrücke über den Lot hat es die Zeit überdauert und scheint wie aus dem Bilderbuch entsprungen (GZ: 2 1/2 Std., +/- 300 m). Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

10. Tag: Mythos Aubrac05.07.21

Aubrac – ein ganz besonderes Fleckchen Erde! Die landschaftlich reizvollste Etappe führt von Nasbinals über die blumenübersäte, mit kleinen Steinmäuerchen durchzogene einsame Hochebene des Aubrac. Hier möchte man gerne verweilen und wie die hübschen Aubrac-Rinder den ganzen Sommer inmitten dieser wundervollen Natur verbringen. Unvergesslich sind der saisonal wandelnde Blumenteppich aus Narzissen, Gelbem Enzian, Hornveilchen, Storchschnabel, Braunelle, Bärwurz und Orchideen. Bei jedem Schritt schnuppern wir den würzigen Duft von wildem Thymian und Minze, während uns die Stille und die Weite des Aubrac mit Rundum-Ausblicken ins Zentralmassiv und die Causses verzaubern (GZ: 4 1/2 Std., + 150 m, - 500 m).

11. Tag: Adieu Toulouse06.07.21

Wir nehmen Abschied vom Französischen Jakobsweg. Unser Bustransfer bringt uns über die Causses, die Kalkhochflächen, zurück nach Toulouse. Von hier treten wir den Rückflug an.

Anforderungen

Stiefelkategorie 1-2

  • Mittlere Gehzeiten von 4 bis 5 Stunden.
  • Höhenunterschiede von durchschnittlich 400 Metern.
  • Einige Wanderungen können auch der 1- oder der 2-Stiefel-Kategorie entsprechen
  • Geeignet für Gäste mit normaler Kondition

Insider-Interview

Fragen an Insider-Reiseleiterin Bettina

  • Welches sind deine 3 Lieblingsorte auf dem französischen Jakobsweg?
    Meine Lieblingsplätze sind der Kreuzgang in der Abtei von Moissac, dessen Harmonie und Schönheit mir stets eine Gänsehaut beschert. Dann sind da die bezaubernden mittelalterlichen Marktflecken Estaing und Conques mit den verwinkelten Gassen, Fachwerkfassaden und einer der schönsten Kirchen auf dem gesamten Jakobsweg. Die endlose Weite der Aubrac-Hochfläche, wo wir auf den blumenübersäten Sommerweiden der Rinder wandern. Hier scheint der Mensch tatsächlich in Einklang mit der Natur zu wirtschaften und zu leben.
  • Warum genau hat dich dieser Weg in seinen Bann gezogen?
    Der Jakobsweg begleitet mich bereits seit 1999, als ich das erste Mal loszog von Le Puy nach Santiago. Seitdem bereise ich mehrmals jährlich diese Region und sie ist meine zweite Heimat geworden. Neben all den kulturellen Perlen und Naturräumen begeistert mich die südfranzösische Lebensart fernab touristischer Routen.
  • Die Menschen entlang der "Via Podiensis" begeistern durch ...
    … ihre Offenheit, Herzlichkeit und ihre Gastfreundschaft. Hier trifft man auf interessierte Menschen, die mit ihrer Heimat verwurzelt sind und sich gerne Zeit nehmen für ein Schwätzchen.
  • Wenn du ein Bild des französischen Jakobswegs malen würdest, wie würde es aussehen?
    Eine lichtdurchflutete sanft hügelige Landschaft mit Wäldern, Weiden und Feldern. Darin eingebettet kleine Dörfer, bunte Bauerngärten und Kirchen umgeben von den hübschen Aubrac-Rindern.
  • Was ist dein persönliches Highlight auf der Tour?
    Wenn ich spüre und sehe, dass die Gäste begeistert sind von den Erlebnissen auf dem Jakobsweg und die Reise einfach genießen.
  • An wen richtet sich die Reise?
    An alle, die Lust haben auf ein ganz ursprüngliches Südfrankreich.
  • Was sollten deine Gäste für die Reise mitbringen?
    Vorfreude auf kulturelle, geschichtliche, landschaftliche und kulinarische Schmankerl.
  • Was nehmen deine Gäste von der Reise mit nach Hause?
    Geschichten und Eindrücke von den „Kleinigkeiten“ am Weg, ein neuer und tiefgreifender Blick auf die Baukünste im Mittelalter und natürlich kulinarische Neuentdeckungen.
  • Beruf oder Berufung? Wie bist du zur Reiseleiterin geworden?
    Gereist und in den Bergen rumgesprungen bin ich gefühlt schon immer. Als Geografin habe ich kurz die Büroluft der Touristik geschnuppert. Doch meinen Platz habe ich dann als Wikinger-Reiseleiterin gefunden. Ich bin leidenschaftlich gerne mit unseren Gruppen unterwegs und kann mir beruflich nichts Schöneres vorstellen.
  • Was machst du, wenn du mal nicht mit Wikinger-Gruppen unterwegs bist?
    Zwischen den Touren recherchiere und schreibe ich Wander- und Reiseführer. Dabei genieße ich es neue Wanderwege zu erschließen, zu fotografieren und dann alles kreativ zu Papier zu bringen. Gerne schmökere ich in Büchern über Geschichte, Kunst, Baugeschichte, Philosophie und was mir sonst noch alles so begegnet.

Mich fasziniert dieser geschichtsträchtige Weg mit den herrlichen Zeugnissen romanischer Baukunst immer wieder aufs Neue. Dabei tauchen wir ein in verträumte Landschaften und in das Alltagsleben.

Insider Bettina Forst

So wohnst du

Infos zur Unterbringung

Die ersten 4 Tage wohnen wir in der Gascogne im Städtchen Condom (Département Gers) im zentralen, aber ruhig gelegenen Hotel Le Logis des Cordeliers (29 Zimmer) mit großem Swimmingpool. Zu Abend essen wir hier in nahegelegenen Restaurants. Condom, malerisch am Fluss Baïse gelegen, hat eine schöne Altstadt mit mächtiger Kathedrale, schmalen Gassen und einladenden Straßencafés. Die nächsten 6 Übernachtungen erfolgen in der Auberge Saint-Fleuret, einem kleinen, gemütlichen und für seine gute und regionale Küche bekannten Hotel (14 Zimmer) mit kleinem Swimmingpool im Zentrum von Estaing. Das mittelalterliche Dorf wird von einer mächtigen Burg direkt an einer Schleife des Flusses Lot dominiert und gilt als einer der schönsten Orte im Département Aveyron.

zur Website des Hotels

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Leistungen, Termine und Preise

  • Flug mit Air France oder Lufthansa in der Economyclass nach Toulouse und zurück
  • Transfers in Frankreich
  • 10 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
  • Halbpension
  • Programm wie beschrieben
  • Eintrittsgebühren in La Romieu, Séviac und Benediktiner-Abtei St.-Pierre de Moissac
  • Immer für dich da: die deutschsprachige Wikinger-Studienreiseleiterin Bettina Forst
11-tägige Wanderreise

Reise-Nr: 6703 Katalogseite ansehen

Gästezahl: 12 - 20 Personen

Anforderung: 1-2 Stiefel

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CO2-Ausgleich
CO<sub>2</sub>-Ausgleich
0,51 t CO2

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Sozial und Ökologisch aus Überzeugung

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Seit 2013 darf Wikinger Reisen das CSR-Siegel für soziale und ökologische Verantwortung tragen, das von der unabhängigen Gesellschaft für Nachhaltigkeit im Tourismus verliehen wird.

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