Fotografie während einer Wander- oder Trekking-Tour

Wander-Ratgeber Fotografie

Fototipps für deinen nächsten Aktivurlaub

Wandern in einer atemberaubenden Landschaft, Begegnungen mit Menschen, Tieren und der Pflanzenwelt. Hier findest du Tipps wie du das Gesehene auf deinen Reisen einfangen kannst.

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Menschen in der Landschaft aufnehmen
Mit diesem Motiv möchte man das Augenmerk des Betrachters auf die Einzigartigkeit der erwanderten Landschaft lenken. Der Wanderer steht zwar im Vordergrund, doch hinter ihm ragt der Berg in den Himmel, wellt sich die Wüste, ein wilder Bach stürzt in die Tiefe. Man versucht, den Menschen in das Motiv einzubauen. Dies gelingt ganz gut, wenn man ihn nach der Regel des Goldenen Schnittes rechts oder links am unteren Bildrand platziert. Er kann meditativ in die Ferne schauen, er kann geruhsamen Schrittes seinem Pfad folgen. Man kann ihn als Silhouette abbilden, indem man die Lichtmessung an dem beleuchteten Hintergrund vornimmt und der Wanderer selbst im Schatten steht. Oder man hellt ihn mit einem Blitzlicht auf.

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Bewegung einfangen
Passierung eines brausenden Flusses, Schwung über eine schaukelnde Hängebrücke - das sind Motive, die von der Bewegung leben. Den Sprung von Stein zu Stein kann man mit einer kurzen Verschlusszeit einfrieren. Oder auch mitziehen, das Bild durch Bewegungsunschärfe dynamisieren und mit einem Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang einfrieren. Hier arbeitet der Fotograf schon im Bereich der Aktionsfotografie. Ein wenig Übung und reichlich Filmmaterial führen zu verblüffenden Ergebnissen! Nicht nur Aktionsaufnahmen sondern auch das Abbilden von Details der Trekkingausrüstung sorgen für eine willkommene Abwechslung in einem Trekkingalbum. Mit einem Weitwinkelobjektiv geht man in die Knie, platziert den verstaubten Trekkingstiefel in den Vordergrund und stellt auf die bizarren Dolomitengipfeln im Hintergrund scharf. Ein Bild, das viel über die Anstrengungen und gleichzeitig über die Landschaft verrät...

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Auf Wanderreisen und beim Trekking fotografieren
Menschen zu fotografieren, die im Angesicht einer einzigartigen Bergkulisse wandern, ist an sich nicht schwierig. Trotzdem sollte man sich vorab ein paar Gedanken machen, wie der Wanderer auf seinem Wanderpfad dargestellt werden kann. Unten findest du einige Tipps - der eigenen Kreativität sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt!

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Mit Knipsen hat diese Art der Fotografie nichts zu tun. Landschaftsfotografie - auch auf einer Wander- oder Trekkingreise - ist eine Kunst für sich, eine Auseinadersetzung mit der Natur, Licht und... der Fotoausrüstung. Man muss nicht nur ein schönes Motiv sehen, sondern dieses auch aus der Umwelt isolieren, einen frappierenden Ausschnitt der Wirklichkeit für den Betrachter (und selbstverständlich für sich selbst) komponieren. Im Klartext heißt das, dass man sich geduldig mit einem Motiv beschäftigen muss (dieses aus verschiedenen Blickwinkeln, bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen betrachtet usw.), um zu außergewöhnlichen Resultaten zu kommen. Wer hat aber die Zeit dafür, wenn der Wanderkamerad schon ungeduldig auf die Uhr schaut und die nächste Hütte erst hinter den nächsten sieben Bergen liegt? Keine Sorge - schöne Motive findet man auch an der nächsten Hütte! Und wenn dort alle anderen beim Abendessen tief ins Glas schauen, hat man genügend Zeit und beste Lichtverhältnisse für beeindruckende Landschaftsfotos!

Eine Bildkomposition ist nicht das was man sieht, sondern wie man es sieht. Damit bekommt das Bild eine persönliche Note. Linien, die durch das Bild laufen, Diagonale und Vertikale, Farben, Schatten und Formen - diese versucht man nach den Prinzipien der Gestaltungslehre zu ordnen. Oder bewusst zu ignorieren: anstelle von Chaos - Harmonie, anstelle irgendeiner Landschaft - ein bewusst eingefangenes Ambiente...

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Tierfotografie auf Reisen
Spätestens nach der Besteigung des Kilimanjaros, wenn man durch die holprigen Weiten der Serengeti schaukelt, ärgert man sich über die Kurzbrennweitigkeit seiner eigenen Optik. Links spottet der Löwe, rechts lacht die Nashornkuh - mit einem 200 mm Teleobjektiv kommt man nicht an sie heran! Ein langes Teleobjektiv oder ein Konverter muss her, erst dann macht die Tierfotografie Spaß! Dann braucht man noch Geduld und eine gute Reaktion, denn, wenn sich der König der Savanne nur für einen kurzen Blick zeigt, dann sollte man ihn nicht verpassen! Deshalb ist es sinnvoll, die Verhaltensweisen der Tiere zu kennen und dadurch auf sie vorbereitet zu sein. Am frühen Morgen sind die meisten Tiere aktiv und deshalb treibt dich dein Safarifahrer schon vor Sonnenaufgang auf die Lauer. Nimm dir einen Sitzsack mit, denn im Auto ist dieser die beste Auflage für dein Objektiv.

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Reportagefotografie
Egal ob Khumbu oder Wallis, ob Sherpas oder Schweizer - man trifft auf einer Wander- oder Trekkingtour auf die Einwohner vor Ort, auf die unterschiedlichsten Kulturen und Lebensweisen. Diese erscheinen uns höchst interessant und deswegen wollen wir aus deren Leben berichten. Wie sieht die Küche aus, was kocht die Didi, was gibt es auf dem Samstagsmarkt in Namche Bazar? Spannende Geschichten, die man - natürlich mit dem Einverständnis des Fotografierten - ruhigen Gewissens auf den Film bannen sollte... Nimmt man sich richtig Zeit für ein Gespräch, so ist dein Gegenüber viel offener und entspannter vor der Kamera. Das kommt auch deinen Fotos zugute.

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Makrofotografie
Wenn man ein Faible für Blümchen hat, dann kommt man an einem Makroobjektiv nicht vorbei. Erst damit erreicht man einen Abbildungsmaßstab 1 : 1 (die Pflanze wird in Lebensgröße abgebildet). Um Gewicht zu sparen, kann man sich mit einer Nahlinse und einem Zwischenring helfen. Die Qualität der beiden Makro-Helfer ist mittlerweile sehr gut. Darüber hinaus benötigt man mindestens ein kleines Tischstativ, optimalerweise einen Aufheller und ein Blitzgerät. Dann lässt man sich mit der Kamera auf die duftende Wiese nieder... Achtung: Bevor du in die Makrowelt untertauchst, benachrichtige die nächste Hütte über deine voraussehbare Spätankunft!

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Portraitfotografie
Sei ehrlich: Du hast auch schon aus einem Versteck oder sicherer Entfernung Menschen porträtiert. Wie war das Ergebnis? Wenn du nicht nur Brauchbares sondern Beeindruckendes mitbringen möchtest, dann gehe auf dein Gegenüber zu. Sprachen sind hilfreich, es geht aber auch ohne sie. Zeige deine Absichten, biete eine Zigarette oder ähnliches an. Je intensiver der Austausch, desto besser werden die Fotos! Mit einem 85 mm bis 135 mm Teleobjektiv nimmst du nun dein Bild auf. Dadurch wird der Hintergrund unscharf, das Gesicht aber gestochen scharf abgebildet. Vorausgesetzt die Fokussierung erfolgte auf die Augen und nicht auf die Ohren... Ein kurzer Blitz sorgt für schöne Reflexe in den Augen. Ein weiches, diffuses Licht ist vorteilhafter als ein hartes (Blitzaufsatz).

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Fotografieren in großer Höhe bzw. in kalten Regionen

  • Batterien tagsüber am Körper tragen, in der Nacht mit in den Schlafsack stecken.
  • Die Kamera nur langsam erwärmen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Dieses kann beim erneuten Einfrieren Schäden in der Kamera verursachen.
  • Moderne Elektronikkameras arbeiten laut Herstellerangaben bis -40° C. Bei -30° C streikt allerdings meistens schon die Stromversorgung.
  • Bedenke bitte, dass Fotografieren in großen Höhen mit zusätzlicher Anstrengung verbunden ist - Verwackelungsgefahr!
  • Lass am besten deine Handschuhe zum Fotografieren und Filmwechseln an. Gut geeignet dafür sind dünne Fleece- bzw. Seidenhandschuhe, über die nach dem Fotografieren warme Fäustlinge angezogen werden.
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Fotografieren in der Wüste

  • Sorge für eine staubdichte Verpackung deiner Fotoausrüstung.
  • Blasenpinsel für die Reinigung der Objektive und Kameras benutzen. Beim Reinigen die zu reinigende Fläche nach unten halten.
  • Beim Objektivwechsel ist Vorsicht geboten (Sandkörner können in die Kamera gelangen).
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Fotografieren in feuchten Regionen

  • Sorge für die wasserdichte Verpackung deiner Fotoausrüstung.
  • Lege Silika-Gel in die Fototasche.
  • Halte immer ein Mikrofasertuch für die beschlagende Optik bereit.
  • Beim Fotografieren im Regen die Ausrüstung mit Regenschirm oder Plastiksack schützen.
  • Durchnässte Objektive in einen Socken legen und mit Silika Gel im Warmen trocknen.

Zu den Fotoreisen

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Ein Megazoomobjektiv 28–200 mm oder besser: zwei lichtstarke Zoomobjektive 28–70 mm und 70–200 mm (schwer und teuer). Mit jedem Schritt im Gebirge freut man sich über das fliegenleichte Megazoomobjektiv, das noch dazu den gesamten Motivbereich abdeckt. Die Bilder? Die lassen sich auch sehen - solange man keine von einem lichtstarken Zoomobjektiv daneben legt. Dieses ist zwar nicht gerade bandscheibenfreundlich, dafür erfreut sich das Auge aber an ausgezeichneten Resultaten.

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Digitale SLR-Kamera (=Single Lens Reflex, einäugige Spiegelreflexkamera) mit Spiegelvorauslösung und Abblendetaste Canon und Nikon bieten die größte Auswahl an SLR-Kameras in jeder Preiskategorie. Dann gibt es noch den Mercedes für den Schärfefanatiker - die Brillanz der Leicaoptik bleibt immer noch konkurrenzlos...

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Stabiles Stativ
Wenn man nicht nur auf eigenen Rücken angewiesen ist, dann kann man sich diesen Luxus leisten! Für anspruchsvolle Landschaftsfotografie ist eben ein Stativ unerlässlich: Abblenden, um die richtige Schärfentiefe zu erreichen, Bild komponieren, Filtereinsatz - kaum vorstellbar ohne den sperrigen Dreibeiner. Wenn der Schwerpunkt der Tour allerdings nicht auf Fotografie liegt, dann reicht auch ein Einbeinstativ (z. B. Leki-Stock mit Stativgewinde im Griff) oder einfach ein Bohnensack.

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Blitzgerät (falls dies nicht in der Kamera integriert ist)
Wenn man die Trekkinggenossen mit der untergehenden Sonne im Rücken nicht nur als Schatten abbilden möchte, dann hellt man sie mit einem wohl dosierten Blitzlicht auf. Aber auch für andere Fotosituationen wie z. B. bei Porträts ist das Blitzen vorteilhaft.

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Skylight-Filter, Polfilter, Grauverlaufsfilter, Warmtonfilter (81B)
Der Skylight-Filter mindert den Blaustich und wird im Gebirge oberhalb der 2000-m-Grenze benutzt. Mit einem Polfilter erzielt man u.a. folgende Effekte: Kontrasterhöhung, Verdunkelung des Himmels, Absorbierung von Spiegelungen. Vorsicht bei Extremweitwinkelobjektiven: der Polarisationseffekt ist im Bild ungleichmäßig verteilt, was zu dunklen Bildecken führt. Abhilfe: den Filter nicht in seiner stärksten Einstellung verwenden. Der Grauverlaufsfilter gleicht starke Helligkeitsunterschiede aus (z.B. Schneeberg mit einer Wiese im Vordergrund). Der Warmtonfilter erhöht die Farbtemperatur, die Fotos wirken dadurch wärmer.

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Eine Fototasche/Fotorucksack, in der das oben Genannte seinen Platz findet...

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