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Richtig Radfahren

Richtig Radfahren

Hier erfahren Sie wie Sie sich für Ihre nächste Radreise am besten vorbereiten – mit Tipps zur richtigen Sitzhaltung und vielem mehr

Radeln hält fit!

Dass das Radfahren eine gesunde und gelenkschonende Sportart ist, hat sich schon längst rumgesprochen: Rund 75 % der Deutschen nennen ein Fahrrad ihr Eigen; ein Drittel davon benutzt es sogar täglich. Das regelmäßige Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und hilft damit auch beim Abnehmen. Darüber hinaus werden beim Radfahren die Bein-, Po- und Bauchmuskulatur sowie die Lunge gestärkt. Das Körpergewicht wird dabei vom Fahrrad getragen, was zu Entlastung der Gelenke führt und das Radfahren zu einer der gelenkschonendsten Sportarten macht. Doch nicht nur der Körper profitiert vom Radfahren. Denn für viele ist die Ausdauersportart nicht nur die beste Art, sich körperlich zu betätigen, sondern gleichzeitig auch den Stress abzubauen.

Richtige Rahmengröße

Die passende Rahmengröße für ein Trekking- bzw. Tourenrad ermittelt man, indem man die Schritthöhe mit dem Faktor 0,66 multipliziert. Die unten genannten Angaben geben Ihnen eine grobe Orientierung:

Körpergröße Rahmenhöhe in cm
155 – 165 cm 47 – 50 cm
165 – 170 cm 50 – 52 cm
170 – 175 cm 52 – 55 cm
175 – 180 cm 55 – 58 cm
180 – 185 cm 58 – 61 cm
185 – 190 cm 61 – 63 cm
190 – 195 cm 63 – 66 cm
195 – 200 cm 66 – Maßanfertigung

Richtige Sitzhaltung

Passen Sie Ihr Rad der eigenen Körpergröße an. Bei einer längeren Radtour ist es wichtig, dass Ihr Fahrrad sorgfältig eingestellt ist, d. h., der Sattel sollte in der richtigen Höhe und der Lenker nicht zu weit vorne positioniert sein. Mit einem gut eingestellten Fahrrad fährt man bequemer und verringert die Gefahr unangenehmer Muskelschmerzen. Falls Sie bei der Einstellung Ihres Rads Probleme haben, fragen Sie einen Fachmann.

Grundsätzlich gilt dabei: Die richtige Sitzhaltung erreicht man, indem man die passende Rahmengröße ermittelt, s. o.

Dennoch erreicht man mit jedem Radtyp eine andere Sitzposition: Aufrecht sitzt man auf einem Tourenrad und entlastet dadurch Handgelenke und Nacken. Auf längeren Strecken führt diese Sitzhaltung allerdings zur stärkeren Belastung der Wirbelsäule und zur Erhöhung des Luftwiderstandes. Somit bietet sich diese Sitzposition eher für kürzere Touren und für Radler, die Beschwerden an den o. g. Körperteilen haben. Eine gestreckte Sitzposition sorgt dagegen für eine verbesserte Kraftübertragung und Reduzierung des Luftwiderstandes. Wer also sportlicher unterwegs sein möchte und gleichzeitig keine Rückenbeschwerden hat, der wählt ein Fahrrad mit einer gestreckten Sitzhaltung.

Egal ob gestreckt oder aufrecht: Der Sattel soll immer waagerecht, der Rücken gerade, die Arme aus-, aber nicht durchgestreckt (zu große Belastung auf die Arme) sein. Die Sattelhöhe sowie der Abstand zwischen Sattel und Lenker sollen so eingestellt sein, dass die Sitzposition weder Knie- (Sattel zu tief eingestellt) noch Gesäßbeschwerden (Sattel zu hoch bzw. zu weit zum Lenker eingestellt) verursachen. Das bedeutet, dass das Lot von der Kniescheibe exakt durch die Pedalachse verlaufen muss. Wenn man dann noch in die Pedale nicht mit dem Fußballen tritt, sondern mit dem Vorderfuß, dann wird selbst der längste Tagesradausflug zu einer Genusstour.

Richtig schalten

Kettenschaltung: Die Kette wird beim Gangwechsel auf ein Zahnrad gehievt und benötigt deshalb einen leichten Druck. Das bedeutet, dass man beim Wechseln der Gänge weiterhin in die Pedale treten, jedoch die Tretkraft ein wenig reduzieren muss. Wird beim vollen Druck geschaltet, werden Kette und Zahnräder viel stärker beansprucht, was u. a. dazu führen kann, dass die beiden Teile sehr schnell verschließen werden. Vor einer Bergauffahrt sollte frühzeitig – noch vor der ersten Steigung – runtergeschaltet werden. Gleichzeitig soll man darauf achten, dass der Kettenwinkel zwischen den vorderen und hinteren Zahnkränzen nicht zu extrem ist (zu schräge Kettenposition). Folgende Schaltstellungen schonen die Kette und schützen sie vor dem Riss:

Vorne kleinster Zahnkranz > hinten Gänge 1 bis 3, max. 1 bis 4

Vorne mittlerer Zahnkranz > hinten Gänge 2 bis 7

Vorne größter Zahnkranz > hinten Gänge 6 bis 8/9/10

Nabenschaltung: Der Gang wird in der Hinterradnabe gewechselt. Um den Schaltvorgang möglichst schonend durchzuführen, sollte man dazu mit dem Pedaltritt kurz aussetzen.

Richtig bremsen

Auf unseren Reisen stellen wir Ihnen Leihräder zur Verfügung. Vor der Reise werden sie selbstverständlich noch gewartet und gecheckt, sodass Sie immer ein Fahrrad in technisch einwandfreiem Zustand erhalten. Dennoch sollten Sie es selbst kurz prüfen und vor allen Dingen den Bremsen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken: Welche Bremse ist fürs Vorder-, welche fürs Hinterrad? Wie schnell greifen sie, wo ist der Druckpunkt? Drückt man die Bremse bis zum Lenker durch, heißt es, dass die Bremse falsch eingestellt ist. Bei einer langsamen Testfahrt sollten Sie auf all die Besonderheiten achten und sich mit dem Bremsvorgang vertraut machen. Und wie bremst man dann, wenn gebremst werden muss? Es empfiehlt sich, gleichzeitig beide Bremsen zu betätigen. Mit etwas mehr Raderfahrung sollte die Bremskraft folgendermaßen verteilt werden: vorne ca. 2/3, hinten ca. 1/3 der gesamten Bremskraft. Nähert man sich einer vereisten bzw. sandigen Stelle, sollte man schon davor die Geschwindigkeit stark reduzieren, dann die Bremsen lösen und das Fahrrad durch den gefährlichen Wegabschnitt rollen lassen.

Eine Radtour richtig planen

Bei unseren geführten Touren sorgen unsere Rad-Reiseleiter für die richtige Tourenplanung. Haben Sie eine von unseren individuellen Radtouren gebucht, liegt die Tourenplanung in Ihrer Verantwortung. Es ist deshalb sinnvoll, schon am Vorabend die Route mit der Karte und Tourenbeschreibung durchzugehen. Gerade im Sommer bei höheren Temperaturen sollte man dabei achten, dass man am jeweiligen Tag früh startet. So legt man ca. 2/3 der Tagesstrecke noch vor dem Mittag zurück, um dann nach der Pause das letzte Drittel der Tagesetappe zu fahren.

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