Nizza – ab in den Süden

Nizza – Kunst und so viel Me(h)er

Nach vielen Jahren mal wieder nach Frankreich reisen, nach Südfrankreich, an die Cote d`Azur. Dabei dem beginnenden Winter in Deutschland noch ein paar Tage entfliehen, das Meer riechen, an der Küste entlang wandern, Bergdörfer erkunden und nicht zuletzt das savoir-vivre der Franzosen erleben. Das gab den Ausschlag die Reise „Nizza – ab in den Süden“ vom 09.-16.November 2014 zu buchen. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Bei Ankunft in der Villa Rivoli, nur unweit vom berühmten Hotel Negresco, spürte man schon beim Betreten, dass das Hotel viele Geschichten erzählen könnte: stuckverzierte Decken, Tapeten mit floralen Mustern, ein Klavier im Frühstücksraum, das zum Spielen einlud, hohe Flügeltüren, viele alte Fotos an den Wänden. Der Charme einer längst vergangenen Epoche mit dem Standard der heutigen Zeit. Ich fühlte mich sofort wohl.

Erste Erkundungen durch Nizza

Das Klavier im Frühstücksraum
Das Klavier im Frühstücksraum
Unser Hotel
Unser Hotel

Am ersten Abend flanierten wir am Hotel Negresco vorbei zur Promenade des Anglais. Hier herrscht auch in den Abendstunden noch ein reges Treiben. Der Marathon des Alpes-Maritimes (von Nizza nach Cannes) ist gerade zu Ende gegangen. Durch den Park Albert I., wo moderne Skulpturen und Wasserinstallationen mich beeindrucken, geht es Richtung Altstadt. Über den Marktplatz, wo die leeren Stände das hektische Tagestreiben erahnen lassen, schlendern wir vorbei an Straßencafés, wo auch jetzt im November noch Leute draußen unter einem der Heizpilze ihren Rotwein trinken. Weiter treibt es uns in die Nähe von „Le Chateau“ der Burg von Nizza, deren Überreste hoch oben im Osten der Stadt auf einem Hügel thronen. Von hier soll man tagsüber (leider nicht zu dieser Abendstunde) einen herrlichen Blick auf die gesamte Promenade des Anglais haben. Dann geht es zum Abendessen in ein typisches französisches Restaurant. Wie es in Frankreich üblich ist, erwartet uns ein leckeres 3-Gänge-Menü. Was will man mehr?

Künstlerisches Nizza

Das Hotel "Negresco"
Das Hotel „Negresco“
Skulpturen im Park
Skulpturen im Park

Der nächste Tag steht im Zeichen der Kunst. Wir beginnen beim Grab vom Maler Marc Chagall und besuchen die Museen von Matisse und Chagall. Alles ist gut mit den öffentlichen Bussen zu erreichen. Dazwischen bleibt Zeit für ein Stück Käse, ein Eis bei Fenocchio, dem bekanntesten Eismacher in Nizza oder einem Café au lait. Und am Abend geht es wieder in ein ausgewähltes Restaurant in der Nähe des Hotels. Langsam beginne ich zu verstehen, was „savoir-vivre“ bedeutet.

Wandern am Meer

Museumsbesuch
Museumsbesuch
Ein Eis beim bekanntesten Eismacher Nizzas
Ein Eis beim bekanntesten Eismacher Nizzas

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir an einem der nächsten Tage mit dem Bus entlang der Küste nach Beaulieu-sur-mer. Die Halbinsel Ferrat will heute von uns erwandert werden. Der Weg schlängelt sich immer am Meer entlang. Sonnenbrille und Sonnencreme kommen zum Einsatz und das im November! Ich schicke ein Foto der wunderschönen Kulisse per Handy an die Daheimgebliebenen und stelle mir die neidischen Gesichter vor. Morgens haben wir uns in der Boulangerie gegenüber unserem Hotel mit Baguette eingedeckt, welches wir mittags genüsslich in einer ruhigen Ecke mit Blick aufs Meer verspeisen. Ein perfekter Tag!

Weitere wunderschöne Wanderungen und Tage sollten noch folgen. Vielleicht habt Ihr auch Lust auf Nizza bekommen? Dann will ich hier nicht alles verraten! Schaut vorbei!
Eure Christine

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