„An Kroatien’s schönster Küste“ – die Makarska Riviera

Kroatien erleben – ein Land, das nur eine gute Flugstunde von Deutschland entfernt ist. Das dank hoch aufragender Berge direkt am türkisblauen Meer ideale Wandermöglichkeiten bietet. Und dessen Bewohner als gastfreundlich bekannt sind. Dieses Land wollte ich schon immer kennenlernen. Somit reiste ich Anfang Oktober an die Makarska Riviera, um an der Reise „An Kroatien´s schönster Küste“ teilzunehmen.

Los geht’s!

Mit der Lufthansa geht es Samstagmorgen von Düsseldorf nach Frankfurt und anschließend nach Split. Schon in Frankfurt halte ich Ausschau nach anderen Wikingern die Kroatien erleben wollen, welche leicht an Wanderschuhen und –Rucksäcken zu erkennen sind. Gegen Abend landen wir im sonnigen Split. Hier werden wir bereits von unserer Reiseleiterin Dietlind freundlich begrüßt.

Im Anschluss fahren wir in zwei modernen Minibussen durch das abendliche Dalmatien nach Tučepi. Gegen 21 Uhr kommen wir in unserem Vier-Sterne-Hotel Villa Marija an. Das Personal des familiengeführten Hotels begrüßt uns mit einheimischen Spezialitäten. Nach dem kurzen Check-in treffen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen und sind bereits von der guten Verpflegung (jeden Abend ein 4-Gänge-Menü) begeistert. Dietlind erläutert uns das Programm für die nächsten Tage und wir genießen ein erstes Kennenlernen.

Wandern, Baden & Entspannen

Sparziergang entlang der Hafenpromenade
Sparziergang entlang der Hafenpromenade

Am Sonntag führt uns die erste Wanderung von Tučepi nach Makarska und zurück. Der Hinweg schlängelt sich ein Stück den Berghang hinauf, zwischen Olivenbäumen und duftenden Kräuterbüschen hindurch. In Makarska angekommen haben wir Zeit zur freien Verfügung und die meisten nutzen die Gelegenheit für einen Spaziergang an der Hafenpromenade. Nach ca. 1,5 Stunden machen wir uns entlang der Küste durch einen Pinienwald auf den Weg zurück nach Tučepi.  Vor dem Abendessen haben wir noch Zeit zum Baden und Entspannen.

Genuss pur an der Makarska Riviera in Kroatien erleben

Pinienwald
Pinienwald

Für unseren ersten von zwei freien Tagen, schlägt Dietlind eine Wanderung mit Mittagessen auf der Panorama-Terrasse des Hoteliers vor. Da wir alle sehr neugierig auf die angekündigten frischen Sardellen, Tintenfischringe und das gegrillte Gemüse sind, nimmt die ganze Gruppe an dieser Wanderung teil. An unserem 3. Reisetag wandern wir vom ausgiebigen Frühstück gestärkt los. Zunächst entlang der Strandpromenade und durch das kleine Nachbarörtchen Podgora, dann hinauf bis zum am Berghang gelegenen Wohnsitz des Hoteliers.

Gutes Essen - yum!
Gutes Essen – yum!

Hier werden wir wieder herzlich von ihm und seinem Angestellten (sowie seinem liebenswerten Hund) in Empfang genommen. Wie wir nun mittlerweile schon wussten, auch mit ein oder zwei Schnäpsen begrüßt. Wir alle genießen den herrlichen Blick vom Berghang hinunter über das Meer, das gute Essen, Wasser und Wein. Nach einer Weile geht es zurück auf den Weg nach Tučepi.

Der nächste Tag in Kroatien beginnt als einziger Tag der ganzen Woche mit leichtem Regen und dunklen Wolken. Wir lassen uns davon nicht beeindrucken und fahren mit den Minibussen bis zum ca. 30 Minuten entfernten Franziskanerkloster Zivogosce. Hier startet unsere erste Wanderung, bei der wir die Bergkuppe überqueren.

Aussichtsreiche Wanderung

Steintreppe
Steintreppe

Über steinige, serpentinenartige Wanderwege erreichen wir den Aussichtspunkt. Oben angekommen lichtet sich der Nebel und gibt eine wunderbare Aussicht für uns frei. Auf der einen Seite überblicken wir die Makarska Riviera, auf der anderen haben wir den Blick in das Hinterland von Kroatien. Nun geht es bergab Richtung Hinterland. Entlang eines dicht bewachsenen Pfades, begleitet vom Duft unterschiedlicher Kräuter und anderer Pflanzen. An einer kleinen Siedlung angekommen, warten auch schon unsere Fahrer auf uns, um uns durch die schöne Berglandschaft zum Hotel zu bringen. Nach dem Abendessen sitzen wir in gemütlicher Runde zusammen und freuen uns auf den nächsten Tag.

Die beste Bootstour in Kroatien erleben

Neben dem ersten fakultativen Ausflug organisiert Dietlind für den zweiten freien Tag eine ganztägige Bootstour. Zusammen mit einer anderen Reiseleiterin, die in Makarska eine weitere Wikinger-Gruppe leitet, geht es los. Bis auf wenige Teilnehmer ist auch hier fast die gesamte Gruppe mit an Bord. Um 9 Uhr morgens holt uns das Boot „Vošac“ am kleinen Hafen von Tučepi ab. Wir begrüßen unsere „Wikinger-Kollegen“ und auch eine kleine Gruppe englischer Touristen. Nun stechen wir in See und nehmen Kurs auf die Insel Hvar. Während der ca. 2-stündigen Überfahrt plaudern wir mit anderen Passagieren, trinken Kaffee und/oder genießen die herrlichen Ausblicke auf das Meer.

Ein Traum an Insel

Auf Hvar angekommen haben wir die Möglichkeit durch das Städtchen Jelsa zu bummeln. Schnell verstehen wir, warum in diesem idyllischen Ort einige Einheimische ihren Kurzurlaub verbringen. Nach ca. 1,5 Stunden geht es zurück an Bord und wir werden mit frischem Fisch, Fleisch oder Gemüse sowie Wasser und Wein versorgt. Nach einer weiteren Stunde Fahrt kommen wir auf der Insel Brač an. Eine willkommene Gelegenheit, um am goldenen Kiesstrand zu entspannen und sich im türkisfarbenen Meer zu erfrischen. Kroatien pur erleben. Begleitet von kleinen Fischen ist es einfach herrlich, im kühlen Wasser zu schwimmen oder nur die Füße zu kühlen. Zum Abschluss des Tages stoßen manche mit Bier (oder kroatischem Schnaps) an, genießen die Aussicht oder machen es sich in einem der Liegestühle bequem. Perfekt um einfach abzuschalten und die Küstenabschnitte an sich vorüber ziehen zu lassen.

Das Biokovo-Gebirge von Kroatien erleben

In Omiš angekommen
In Jelsa angekommen

Endlich wieder ein Wandertag. Wir werden zum ca. eine Stunde entfernten Ort Omiš gefahren. Von hier aus geht es steil hinauf in die Berglandschaft des Biokovo-Gebirges. Nachdem der erste, anstrengendste Teil der Wanderung geschafft ist, werden wir erneut mit einer wunderschönen Aussicht auf das Meer belohnt. An einer kleinen Hütte können wir uns zwischen einer Pause mit Panoramablick und einem kurzen Aufstieg hinauf zum Kula, entscheiden. Der Aufstieg über Stock und Stein wird mit einem atemberaubenden Blick über die Meeresweite belohnt. Danach geht es ein Stück entlang der Bergkuppe und wir genießen die Aussicht in beide Richtungen.

Nach dem Abstieg erreichen wir ein kulinarisches Highlight der Tour. In einem Restaurant direkt am Cetina-Fluss können wir zusehen, wie in einem riesigen, offenen Holzofen unser Imbiss gebacken wird: (Riesen-) Sandwiches. Nach dieser einfachen, aber sehr leckeren Stärkung holt uns ein für uns bestelltes Boot ab und wir fahren gemütlich entlang der Cetina-Schlucht zurück nach Omiš. Von hier geht es wieder zurück nach Tucepi.

Herrliche Stille!
Herrliche Stille!

Die Königsetappe auf den Vošac in Kroatien

Nun steht schon die letzte Wanderung, unsere „Königsetappe“, an: Der Aufstieg auf den 1.400 m hohen Vošac. Ca. 3 Stunden Aufstieg über schmale Pfade liegen vor uns, wir sehen dieser Herausforderung mit Freude entgegen. Schließlich wissen wir nun schon, wie toll die Ausblicke sind und wie herrlich die Gewächse am Wegesrand duften. Als wir den Gipfel erreichen sind wir zwar etwas erschöpft, aber stolz und glücklich. Dieser Ausblick übertrifft alle zuvor genossenen Aussichten. Wir lassen uns für eine Weile nieder, fotografieren, was die Speicherkarten hergeben, und staunen einfach nur über den Blick.

Was für ein Ausblick!
Was für ein Ausblick!

Abgeholt werden wir ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels, doch bevor wir in die Busse steigen, gibt es zur Stärkung Kaffee und Kekse. Ein paar Teilnehmer beschließen mit unserer Reiseleiterin den Abstieg zu Fuß zu meistern. Wir anderen Gruppenmitglieder lassen uns bergab durch die Karstgesteinlandschaft fahren. Dabei werden wir von einer Gruppe Pferde etwas ausgebremst.  Wir beobachten, wie sie ganz ruhig und gelassen vor unserem Bus hertrottet. Nach ca. 20 Minuten beschließen die Tiere dann aber doch uns vorbei zu lassen und wir können unsere Fahrt fortsetzen.

Bye Bye Kroatien!

Ca. eine halbe Stunde Fußweg oberhalb von Tučepi lassen sich die meisten Mitglieder unserer „Busgruppe“ an einem Biergarten absetzen. Hier stoßen wir auf die tolle Wanderwoche an und werden schon ein bisschen wehmütig. Nach dem heutigen Abendessen lässt es sich keiner nehmen, noch auf einen Absacker in unser Highlight-Restaurant zu gehen. Wir lassen die Kroatien-Woche Revue passieren und stellen fest, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist. Zur Krönung des letzten Abends lässt es sich der Restaurantbesitzer nicht nehmen, seinen „Stammgästen“ eine Runde Schnaps auszugeben.  Dabei erzählt er, wie es in Tučepi vor dem Krieg aussah, wie sich der Tourismus in dem Örtchen entwickelt hat und wie die ganze Ortgemeinschaft sich untereinander kennt und miteinander lebt. Ein wirklich authentisches und persönliches Erlebnis an unserem letzten Abend.

Dann ist es auch schon wieder Abreisetag. Wir lassen es uns noch einmal beim ausgiebigen Frühstück gut gehen und packen unsere Koffer. Nun heißt es für uns – auf Wiedersehen. Wir verabschieden uns vom Hotel und Personal und dem wunderschönen Ort Tučepi. Da für die meisten von uns erst abends der Rückflug gebucht ist, organisiert Dietlind kurzerhand noch einen Ausflug nach Split. Sie zeigt uns die schönsten Ecken der historischen Innenstadt, und schlendert mit uns über den Markt. Am Abend verabschieden wir uns schließlich voneinander und reisen zurück in die unterschiedlichsten Regionen Deutschlands.

Im Hafen von Split
Im Hafen von Split
Fazit: Es war eine wunderbare Woche mit tollen Wanderungen in herrlicher Natur, einer sehr netten, geselligen Gruppe und einem bezaubernden Hotel. Du möchtest Kroatien erleben?
Bye Bye Kroatien!
Bye Bye Kroatien
Eure Julia

2 Kommentare zu „„An Kroatien’s schönster Küste“ – die Makarska Riviera“

  1. Der Bericht liest sich gut und weckt Interesse … wenn nur im Titel der – im Volksmund sogenannte – Deppenapostroph nicht wäre. Hatte die Reise auch schn mehrfach ins Auge gefasst, hat aber terminlich leider bisher nie geklappt.

    1. Mr. M.H. – ich finde den RB sehr gut, denn mich interessieren Ziel,Inhalte und Besonderheiten einer Reise-der „Deppenapostroph“ ist eine Petitesse! Mit 74 sieht man mehr auf Inhalte des Lebens, oder…???

Was meinst du dazu?