Grödel, Ketten, Steigeisen

Im Winter kann es glatt werden. Und wenn auf dem Rückweg vom Weihnachtsmarkt jemand ausrutscht, muss es nicht zwangsläufig am Glühwein liegen. Für diese Fälle, vor allem aber für traumhafte Winterwanderungen, sind verschiedene Rutschbremsen entwickelt worden.

Schneeschuhe
Schneeschuhe haben die Rutschbremse meist schon eingebaut.

Grödel, Ketten, Steigeisen … jedes System hat seine Berechtigung. Auch in unseren häufigsten Fällen, bei den Winterwanderungen und Schneeschuhtouren unseres Lieblingsveranstalters, kann eine Rutschbremse bei Vereisungen sehr nützlich sein. Um aber das Sinnvolle von dem Lästigen zu unterscheiden, hier ein paar Tipps.

Fangen wir mit der extremsten Form an.

Steigeisen
Steigeisen sind für Bergsteiger – Einsatzgebiete: Harter Firn, Gletscher und Eiswände.

Steigeisen

Die langen Zacken, die man sich unter die Bergschuhe bindet, sind den Leuten vorbehalten, die damit ins Hochgebirge und auf die Gletscher gehen wollen – und die wissen, wie man sich mit Steigeisen bewegt. Natürlich können Steigeisen auch hilfreich sein, wenn man bei Eisregen schnell noch mal zum Briefkasten muss. Aber im normalen Leben sind sie sehr sperrig, aufwändig anzubringen, man braucht die richtigen Schuhe und die Verletzungs- und Sturzgefahr ist für Ungeübte nicht zu unterschätzen.

Grödel: Schnell und leicht, aber unpraktisch für befestigte Wege.

Grödel

Grödel sind eine Art kleine, leichte Steigeisen. Sie sind auch eher etwas für die Berge, als für den Spaziergang mit dem Hund. Die Zacken sind für asphaltierte oder gepflasterte Wege immer noch zu lang. Daher geht man auf ihnen sehr unbequem. Nur bei einer festen Schneedecke mit gewisser Tiefe sind sie auch in bewohnten Gebieten sinnvoll einzusetzen. Ihr Vorteil gegenüber Steigeisen ist, dass man sie – z.B. für den Notfall – leicht im Rucksack transportieren kann. Richtige Steigeisen ersetzen sie aber nicht.

Schneeketten
Schneeketten: Schnell, leicht, praktisch.

Schneeketten für die Schuhe

Im Bereich gemäßigter Winterwanderungen oder im städtischen oder dörflichen Alltag eignen sich am besten Schneeketten, die man sich unter die Schuhe klemmen kann. Dazu besitzen sie meist einen Teil aus hartem Gummi, den man sich wie einen Strumpf überzieht – aber natürlich über die Schuhe 😉

Die Mischung aus Ketten und kleinen Zacken sorgt dafür, dass der Winterwanderer sowohl auf Eis, als auch auf Schnee sicher steht und geht.

Auf unseren Winterwanderungen, aber auch bei meinen Schneeschuhtouren sind diese kleinen Dinger im Fall von Vereisung sehr hilfreich. Sie lassen sich bei eisigen Passagen schnell an- und ausziehen. Außerdem sind sie kostengünstig und leicht, so dass man sie auf den Wintertouren problemlos im Rucksack dabei haben kann.

Auch auf den präparierten Winterwegen können bei entsprechender Witterung Eisplatten das sichere Gehen erschweren. Die Schneeschuhe haben i.d.R. eingebaute Spikes, aber bei längeren Passagen, z.B. auf vereisten Almstraßen auf dem Weg zum Schnee, sind Schneeketten bequemer.

Wenn Ihr mich also fragen würdet, was ich für unsere Schneeschuhtouren und Winterwanderungen empfehlen würde, dann fällt die Wahl ganz klar auf die Schneeketten. Damit ist man für alle moderaten Touren gut gerüstet.

Bayerischer Wald: Eine meiner Wintertouren 2020

Das war´s mal wieder für heute … Habt Ihr auch Tipps für den Winter? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Es grüßt …

… Euer Andreas

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