Die Georg Kraus Stiftung feiert 30-jähriges Jubiläum

Fernweh – das Gefühl kennt wohl jeder: die Lust, Neues zu entdecken und in fremde Kulturen einzutauchen. Aber was, wenn Deine Reise noch mehr bewirken könnte? Seit 30 Jahren steckt hinter jeder Wikinger-Reise mehr als nur Urlaub: Rund 20 % der Unternehmensgewinne fließen in die Georg Kraus Stiftung. Damit wird jede Reise Teil einer größeren Idee – nämlich Entdecken mit Verantwortung zu verbinden. Während Du unterwegs bist, unterstützt Du so ganz automatisch Bildungsprojekte und konkrete Hilfe für Menschen weltweit.

Am 3. Mai 2026 feiert die Georg Kraus Stiftung ihr 30-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass, genauer hinzuschauen: Was bewirkt Deine Reise eigentlich im Hintergrund? Wir haben mit Stiftungsleiterin Carola Kraus gesprochen – über eine besondere Verbindung, die seit Jahrzehnten wirkt, und darüber, wie Reisen die Welt ein Stück verändern kann.

Die Georg Kraus Stiftung feiert 30-jähriges Jubiläum
Stiftungsleiterin Carola Kraus

Die Georg Kraus Stiftung feiert am 3. Mai ihr 30-jähriges Bestehen. Was macht diese Stiftung so besonders?

Die Idee dahinter ist tatsächlich bis heute einzigartig im Tourismus: Mit jeder Reise fließt ein Fünftel des Gewinns in soziale Projekte weltweit. Das bedeutet, dass jeder Wikinger-Gast ganz automatisch Gutes tut – ohne zusätzlichen Aufwand. Reisen bekommt dadurch eine zweite, tiefere Bedeutung.

Die Stiftung wurde 1996 gegründet. Wie kam es dazu?

Meine Eltern Anne und Hans-Georg Kraus haben vor 30 Jahren einen mutigen Schritt gewagt. Sie gründeten die Stiftung, die den Namen meines bereits damals verstorbenen Großvaters Georg Kraus trägt, und übertrugen ihr direkt 20 Prozent der Firmenanteile von Wikinger Reisen. Damit wurde soziales Engagement fest in der Unternehmensphilosophie verankert. Nicht als kurzfristige Aktion, sondern dauerhaft und verlässlich. Das ist bis heute einzigartig in der Touristik.

Welcher Gedanke steht hinter diesem Modell?

Wer ferne Länder bereist, sollte auch etwas zurückgeben. Und zwar nicht punktuell, sondern nachhaltig. Wir wollten von Anfang an echte Veränderungen ermöglichen – langfristig, strukturiert und gemeinsam mit starken lokalen Partnern.

Worauf liegt heute der Fokus in der Stiftungsarbeit?

In 70 Ländern der Erde fördert die Georg Kraus Stiftung kleine, facettenreiche Projekte – jedes für sich eine Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen vor Ort. Wir konzentrieren uns vor allem auf Bildung und Zukunftsperspektiven für Kinder, Jugendliche und Frauen in benachteiligten Regionen. Denn Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben.

Wie stellen Sie sicher, dass die Hilfe wirklich ankommt?

Wir arbeiten ausschließlich mit Organisationen zusammen, die ihre lokalen Partner und die Gegebenheiten vor Ort genau kennen. Außerdem setzen wir auf langfristige Beziehungen. So entsteht Vertrauen und echte, nachhaltige Wirkung statt kurzfristiger Symbolik.

Können Sie konkrete Beispiele für die Wirkung der Stiftung nennen?

Sehr gern. Jedes Jahr erreichen wir tausende Menschen weltweit:

  • Über 4.500 Kinder und junge Erwachsene profitieren von Bildungsprojekten.
  • Rund 16.650 Menschen verbessern ihre Lebensbedingungen, etwa durch Mikrokredite oder landwirtschaftliche Initiativen.
  • Mehr als 1.450 Frauen und Mädchen werden gezielt gefördert.
  • Über 4.800 Menschen erhalten Zugang zu sauberem Wasser.

Um diese Frage noch anschaulicher zu beantworten, haben wir eine interaktive Karte ins Leben gerufen. Sie veranschaulicht eine gezielte Auswahl unserer vielfältigen Projektarbeit rund um den Globus. Wir möchten damit einen transparenten Überblick über unsere weltweiten und vielschichtigen Förderungen geben und die Besucher unserer Internetseite dazu inspirieren, mehr über die einzelnen Initiativen vor Ort zu erfahren. Da unsere Arbeit niemals stillsteht, wird auch die Karte laufend erweitert. Viel Spaß beim Stöbern!

Viele Gäste wissen vielleicht gar nicht, dass sie mit ihrer Reise bereits helfen. Was möchten Sie ihnen sagen?

Dass ihr Urlaub doppelt wertvoll ist. Ob beim Wandern auf Korsika, Trekking in Marokko oder Radfahren in den Niederlanden – jede Reise trägt dazu bei, die Welt ein Stück gerechter zu machen. Dieses gemeinsame Engagement macht uns besonders stolz.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Stiftung?

Dass noch mehr Menschen verstehen, wie viel sie mit kleinen Beiträgen bewegen können. Jeder Euro hilft, neue Projekte zu ermöglichen und Zukunftsperspektiven zu schaffen – für Kinder, Frauen und ganze Gemeinschaften weltweit.

Über die Georg Kraus Stiftung:
Die gemeinnützige Stiftung wurde 1996 von Hans-Georg Kraus, dem Gründer von Wikinger Reisen, und seiner Frau Anne ins Leben gerufen. Sie engagiert sich weltweit für soziale und nachhaltige Projekte in rund 70 Ländern weltweit und folgt dabei dem Leitsatz: „Der beste Weg aus der Armut ist der Schulweg“. Im Fokus stehen daher vor allem Schul- und Bildungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Frauen aus einkommensschwachen Verhältnissen. Heute wird die Stiftung von Carola Kraus geleitet. Als Tochter der Gründerfamilie bewahrt sie die ursprünglichen Stiftungsziele ihrer Eltern und führt sie zugleich mit einer persönlichen Handschrift in die Zukunft.