„Ostgroenland – Wildnistrekking im Land des ewigen Eises“
vom 31.07. – 15.08.2003


31.7.2003
Gegen 8 Uhr starte ich mit meinem schon am Vortag sorgfaeltig nach Wikinger-Checkliste gepackten Rucksack zu meiner ersten Abenteuerreise. Gespannt halte ich Ausschau nach den anderen drei Reiseteilnehmern, die ebenfalls in Muenchen zusteigen sollen. Ingrid und Juergen lerne ich auch noch kurz vor dem Abflug kennen.
Unsere erste Station ist Keflavik, der Flughafen, auf dem wir von unserem Reiseleiter Sven erwartet werden. Puenktlich um 23:45 Uhr landet unsere Maschine aus Muenchen. Sven und ein paar andere Trekker sind bereits da, wir warten auf die letzten aus Frankfurt und stellen uns gegenseitig vor, bevor wir von Sven in einer ca. 1-stuendingen Fahrt zu unserer Schlafsackunterkunft (eine sehr komfortable Jugendherberge in Reykjavik) gefahren werden. Bevor wir uns noch ein wenig ausruhen koennen, gibt’s von Sven auch gleich noch die wichtigsten Informationen zur Weiterreise nach Groenland.


1.8.2003
Da wir zeitig aufgestanden sind und vom Regional-Flughafen starten, bleibt noch Zeit fuer einen kurzen Spaziergang im sonnigen Reykjavik, bei dem wir uns auch noch mit Keksen usw. eindecken koennen. Aber dann geht’s richtig los. Unser Ziel ist Kulusuk. Je naeher wir Groenland kommen um so neugieriger werden unsere Blicke aus dem Fenster – wo sind die ersten Eisberge?. Der Kapitaen bringt das Flugzeug sanft auf der Schotterpiste zum Stehen. Der erste Eindruck ist gewaltig.
Und es geht auch gleich weiter, zu Fuss mit unserem gesamten Gepaeck laufen wir zum Fjord, von wo es mit Booten weiter gehen soll. Waehrend wir auf die Boote warten, kleiden wir uns noch richtig fuer die Bootsfahrt ein (warme Kleidung, Regenhose, Muetze und zum Schluss noch die Rettungsweste). Claudia vom roten Haus in Tasiilâq ist auch schon da. Sie hat unser Lunch dabei, welches wir am Rande eines Gletschers zu uns nehmen werden. Mit den Motorbooten der Jaeger geht’s flott uebers Wasser bis nah an den Gletscher, der in den Fjord kalbt (was wir leider nicht beobachten konnten). Auf dem Gletscher erwarten uns die Schlittenhunde mit froehlichem Gebell. Nach unserer Pause gehen wir mit 3 Schlitten auf eine ca. ¾-stuendige Hundeschlittenfahrt. Je 8 Schlittenhunde ziehen uns (pro Schlitten 3 Reiseteilnehmer plus dem Hundeschlittenfuehrer) ueber das herrlich glitzernde Weiss des Gletschers – erst bergauf und dann in voller Fahrt bergab.
Weiter geht’s mit den Booten durch die Muendung des Angmagssalik-Fjordes in die See zu unserem Basislager nach Tasiilâq – Legoland umrankt von Bergen in einer Bucht des Fjordes (traumhaft schoen). Vor dem Abendessen (Lachsforelle, die uns fertig gegart serviert wird), werden die Zelte aufgeteilt und aufgestellt. Bevor wir auf unserem taeglichen Verdauungsspaziergang Tasiilâq erkunden, informiert uns Sven ausfuehrlich – mit allen wenn und aber – ueber den Verlauf der Trekkingtour. Bei dieser Gelegenheit kuert Angela eine Bemerkung aus der Runde „das steht so aber nicht im Programm“ zum Zitat der Reise.


2.8.2003
Wetter: sonnig.
Abfahrt der Boote 10 Uhr. Vorher heisst es aber noch Fruehstuecken, Zelte abbauen, warm anziehen und Verpflegung in Kisten und Tonnen verpacken und das ganze auf den Booten verstauen. Fuer ein paar von uns wird’s ziemlich nass und kalt, denn wir sind nicht gerade in das modernste Boot eingestiegen. Trotzdem kommen auch wir nicht aus dem Staunen ueber die immer mehr werdenden Eisberge, als wir in den Sermilik-Fjord einbiegen. Auf unserem Rastplatz unweit von Akernersaq sehen wir zum erstenmal das gegenueberliegende Inlandeis. Unser heutiges Ziel ist Tiniteqilâq. Das erste Camp wird errichtet, d.h. Verpflegungskisten, -tonnen, Zelte und Gepaeck ausladen, Kuechenzelt aufstellen, Clo bauen und Zelte aufschlagen. Nach den leckeren Spaghetti, die uns Ingrid und Juergen zum Abendessen bereitet haben, bleibt noch Zeit fuer einen Spaziergang durch die kleine Siedlung Tiniteqilâq. Anschliessend unternehmen einige von uns noch eine kurze Wanderung auf die hinter uns liegenden Huegel, um von dort den Sonnenuntergang in dieser traumhaften, mit glitzernden Eisbergen gesaeumten Bucht zu beobachten.


3.8.2003
Wetter: sonnig.
Bevor wir heute die erste Wanderung beginnen, starte ich den Tag mit einem „Bad“ in einem glasklaren, eiskalten Bach unmittelbar hinter unserem Zeltplatz. Dann wird gut gefruehstueckt, abgewaschen, Zelte abgebaut, alles verpackt und auf Otuus Boot verladen, der puenktlich um 10.00 Uhr da ist.
Es wird noch ein/e Schlussmann/frau gesucht und los geht’s. Ueber steiles, steiniges Gelaende entlang der Kueste, auf dem wir viele Fotostops und Trinkpausen einlegen, wandern wir weg von den Eisbergen in ein bluehendes Tal, umrankt von bizarren Berggipfeln, entlang von zahlreichen Baechen, die immer wieder unseren Durst stillen. Fuer die Mittagspause waehlen wir einen herrlichen Platz oberhalb eines Gletschersees mit gigantischer Aussicht. Der Rest des Weges ist zwar nicht mehr so steil, aber dennoch anstrengend, da uns dieser zum groessten Teil ueber „Buckelpisten“ (von einem Grashuegel zum andere springend) fuehrt. Nach 9 Stunden kommen einige von uns fix und fertig im Lager 2 - Amitsivartiva - an. Hier wartet auch schon Otuu in seinem Boot, der jedoch erst durch langes lautes Rufen von Sven geweckt werden muss. Es ist schon sehr kuehl und die Stechmuecken machen uns das Leben schwer. Wieder laden wir das Boot aus, schlagen das Lager auf, wird Abendessen gekocht, gegessen und Geschirr abgewaschen. Nach diesem ebenfalls schmackhaften und kraeftigenden Schmaus – es war schon sehr spaet – haetten eigentlich alle hundemuede in den „Schlafsack fallen“ muessen. Unsere Zelte stehen schoen verteilt in dieser herrlichen Bucht. Einige weiter oben und ein paar auf einer wunderbar ebenen, trockenen Wiese. Waehrend ich mit Wolfgang noch einen kleinen Spaziergang unternehme, bekommen die anderen richtig Stress. Von weiter oben beobachten wir, wie 3 Wellen in die Bucht hineinschlagen, machen Witze ueber Flutwellen und kriegen nicht mit, dass eine dieser Wellen unseren tollen Zeltplatz ueberflutet. Sven und die anderen noch nicht schlafenden haben gut zu tun. Sie reissen die Zelte mitsamt den Heringen heraus und befoerdern in Windeseile alles aufs trockene Land. Lediglich das Zelt, die Isomatten und die Schlafsaecke von Lydia und Johann werden nass. Welch ein Glueck, dass wir ein Zelt zuviel eingepackt hatten. Die Isomatten und Schlafsaecke werden noch ueber dem Gaskocher getrocknet.


4.8.2003
Wetter: heiter.
Der Tag beginnt wieder frueh morgens mit Toilette am kalten Bach, Fruehstueck und Abbau des Lagers.
Dank unseres Reiseleiters, der stets gute Laune verbreitet und uns ausserdem in Botanik und Geologie – „Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess ich nimmer“ – unterrichtet, ist aus dem zusammengewuerfelten „Haufen“ schon bald eine lustige Reisegruppe geworden.
Gut gelaunt setzen wir unsere Wanderung oestlich des Sermilik-Fjordes fort. Wieder durch bluehende Taeler, vorbei an 2 Gletscherseen – die Landschaft wird immer beeindruckender – bis hin zum ersten Fluss, den wir furten muessen. Ein paar von uns schaffen es auch ohne sich die Fuesse nass zu machen. Nach einer gemuetlichen Rast, bei der wir wie immer eine herrliche Aussicht geniessen, bringen wir den Rest der Tagesetappe locker hinter uns, um in der Bucht Paornakajît unser 3. Lager (der wohl schoenste Platz auf der ganzen Reise, den Sven und Otuu bei einer Bootsfahrt ausfindig machen) aufzuschlagen. Um so mehr sind wir begeistert, hier noch eine weitere Nacht verbringen zu koennen.


5.8.2003
Wetter: sonnig (schon wieder: „Das steht so aber nicht im Programm.“)
Der Tag zu freien Verfuegung beginnt ganz gemuetlich mit einem ausgedehnten Fruehstueck (Sven und Wolfgang erhalten den Kaffee im Zelt serviert, nachdem wir ihnen das Zelt ueber ihren Koepfen abgebaut haben), wir nehmen uns viel Zeit fuer die morgendliche „Dusche“ am Bach und ruesten uns langsam fuer die saemtlichen moeglichen Aktivitaeten. Susi zieht alleine los, um endlich einmal in Ruhe alles was auf dieser Insel waechst auf Fotos zu verewigen. Johann, Rainer und Andreas zieht’s auf einen nahen Gipfel, der nur geuebten Bergsteigern empfohlen wird. Ingrid, Juergen, Wanda, Lydia und Christine schliessen sich Sven an, der eine lehrreiche Wanderung zur Jagdhuette und zum Erdhaus unternimmt. Wolfgang und mich fuehrt es auf ein Plateau (ca. 350 m ueber dem Meer), auf dem wir die waermenden Sonnenstrahlen und die traumhafte Aussicht geniessen und Angela und Elke verbringen den Tag in unmittelbarer Naehe des Lagers mit Faulenzen.
Bei einem Becher Whisky on the Rocks (mit jahrtausend altem Eis von einem gestrandeten Eisberg) erzaehlen wir einander unsere Erlebnisse. Das Abendessen nehmen wir, wie schon am Tag davor auf unseren Logenplaetzen zu uns. Ein phantastisches Schauspiel ist hier auch der Sonnenuntergang, der mit dem Drehen und Bersten von Eisbergen untermalt wird.


6.8.2003
Wetter: sonnig
Wir verlassen diesen wunderbaren Platz gegen 11 Uhr – unsere Ausruestung haben wir wieder auf Otuus Boot geladen – und ziehen ueber leicht begehbares Gelaende weiter. Gelegenheit fuer alle, um die wenigen aber um so schoenern Pflanzen der Insel kennenzulernen. Bevor wir den naechsten Platz zum Campieren erreichen, ist wieder ein Furt zu durchqueren, die bei Ebbe in der Bucht in eine Wattwanderung uebergeht – ein angenehmes Gefuehl dieser weiche warme Grund nach dem eiskalten Wasser und den spitzen Steinen. Vorbei geht’s noch an einem maechtigen Wasserfall und schon eine knappe Stunde spaeter – die Landschaft zwingt uns immer wieder Hoehe zu gewinnen und abzusteigen – erreichen wir das 4. Lager in der Bucht Ikâsaulaq. Auf vier Etagen errichten wir unsere Zelte. Die zu erledigenden Arbeiten beim Auf- und Abbau des Lagers sind mittlerweile reine Routine und schon gar nicht mehr der Rede wert. Obwohl die Essensvorraete schrumpfen, gelingt den taeglich wechselnden Koechen immer wieder ein schmackhaftes, saettigendes Gericht.
Christiane, Wolfgang und ich wandern nochmals zurueck zum rauschenden Wasserfall, bewundern den traumhaften Sonnenuntergang und das Gluehen der Bergspitzen, die noch von der Sonne beschienen werden. Bei unserer Rueckkehr nach 23 Uhr erfahren wir, was uns waehrenddessen entgangen ist (taucht doch „das kleine Arschloch“ in Gestalt eines Eisberges inmitten dieser Wildnis auf).


7.8.2003
Wetter: sonnig. (Wozu habe ich immer meine Regensachen dabei?)
Wir steuern unser 5. und letztes Lager am Sermilik-Fjord, Siarqigteq an. Es ist eine leichte, kurze Wanderung, bei der wir wieder einen Fluss durchqueren muessen. Die Route fuehrt uns ueber eine herrliche Ebene, links von uns die Eisberge, die immer dichter werden - zum Glueck ist das Eis noch nicht so dicht, so dass Otuu (O2 can do) mit seinem Boot noch durchkommt, um unsere Ausruestung auch ins letzte Lager zu bringen - und rechts gewaltige Berge und Gletscher. Ich bin sprachlos von dieser vollkommenen Schoenheit dieser Insel. Ebenso einzigartig ist auch dieser Lagerplatz auf dem wir die Zelte fuer 2 Naechte aufschlagen. Waehrend sich einige von uns mit Volleyball vergnuegen, sorgen Angela, Elke und Christiane fuer eine koestliche Nachspeise, es gibt Kaiserschmarrn mit frisch gepflueckten Krenbeeren. Den Rest des Tages (es wird ja nicht dunkel) verbringen wir wieder mit „Extrem-Eisberg-Beobachten“. Ab und zu kann man beobachten, wie sich ein Eisberg dreht oder von ihm ein Stueck abbricht.


8.8.2003
Wetter: sonnig.
Nach dem gemuetlichen Fruehstueck (heute wird nicht gepackt), besteigen wir alle ausser Susi – sie ist wieder auf Fototour – einen nahen Huegel, um ein oder zwei von den nahegelegenen drei Gletschermuendungen zu bestaunen. Der Ausflug beginnt mit einer Furt, bevor es gleich wieder steil bergauf geht. Oben angekommen - die Aussicht ist kolossal - findet erst einmal „Extrem-Looking und –Fotografieren“ statt, dann Mittagspause, „Extrem-Sonnencreme-Auftragen“ und anschliessend „Extrem-Sonnenbaden“. Der Abstieg ist einfach und uns bleibt noch genuegend Zeit fuer Extratouren, Volleyball usw.


9.8.2003
Wetter: heiter bis wolkig.
Mit etwas Wehmut verlassen wir den Sermilik Fjord. Noch oft schauen wir zurueck auf die glaenzenden Eisberge. Doch auch die Berge, deren Spitzen vor uns maechtig in den Himmel ragen und das Tal, das wir durchwandern lassen nichts zu wuenschen uebrig. Viele kleine Baeche kreuzen unseren Weg, wir streifen einen See, an dem Gaense verweilen und durchqueren noch einmal einen Fluss, durch den ausnahmsweise jeder barfuss furtet (auch wenn’s nur auf allen Vieren geht). Immer wieder verweilen wir kurz an herrlichen Plaetzen zu Staunen, Fotografieren und Ausruhen. Als wir den Angmagssalik-Fjord erreichen, ist auch Otuu da. Es ist unser letztes Lager in der Wildnis, die Bucht Qingertivaq. Nach der langen Wanderung kommen wir ueberraschend zu einem besonderen Abendessen. Angela und ich fahren mit Otuu (auch Dolmetscher) aufs Wasser raus, um bei den Fischern einzukaufen und wir kommen mit 5 praechtigen Lachsforellen zurueck, die wir nach Otuus Anleitung vorbereiten und mit frischen Kraeutern (wilder Thymian, den Christiane gesammelt hat) in unserem etwas unpassenden Kochtopf in Butter garen. Als Beilage gibt’s die letzten Kartoffeln – auch diese mit den feinen Kraeutern gewuerzt. Nachts hoeren wir kein Bersten von Eisbergen, sondern das Grollen, das vom nahen Gletscher kommt.


10.8.2003
Wetter: heiter bis wolkig.
Zum letzten Mal bilden wir eine Kette um die Ausruestung in die Boote zu verladen. Drei Boote sind es, die uns nach Tasiilâq zurueckbringen werden. Wegen Ebbe verzoegert sich die Abfahrt. Wir schauen zurueck, nicht nur auf die eindrucksvolle Kulisse sondern auch auf aussergewoehnlich schoene und spannende Tage in der Wildnis. Die naechste Sensation taucht schon nach einer Stunde Fahrt auf. Es ist eine Robbe und Otuu beweist uns, dass er ein guter Jaeger ist. Christiane, Ingrid, Juergen, Wolfgang und ich duerfen die Jagd hautnah auf seinem Boot miterleben. Nach erfolgreicher Jagd kommen auch die anderen zwei Boote dazu, um den Fang zu bestaunen. Die Mittagspause verbringen wir in Qernertivativit, eine kleine, zeitweise bewohnte Siedlung. Zur Begeisterung aller taucht auf dem letzten Abschnitt mit dem Boot vor unseren Augen ein Finnwal auf, den wir bei langsamer Fahrt ein paar Minuten beobachten koennen, bevor wir das Basislager in Tasiilâq erreichen.


11.8.2003
Wetter: bewoelkt, gelegentlich Regentropfen
Trotz der anfaenglichen Kaelte und Feuchtigkeit, die nicht zu grossen Wanderungen einlaedt, wird auch das wieder ein erlebnisreicher Tag. Nach dem Fruehstueck (mit frischem Weissbrot usw.) machen wir uns alle auf den Weg zum Museum, wo wir eine interessante deutschsprachige Erlaeuterung der ausgestellten Exponate erhalten. Im Anschluss besuchen wir das dazugehoerige Erdhaus. Robert Peroni, der uns durchs Museum fuehren wollte, taucht schon bald in diesem Erdhaus auf und erzaehlt uns ganz ausfuehrlich, wie sich das Leben in diesem vor noch nicht allzu langer Zeit abgespielt hat. Peronis packende Erzaehlung ist ein Genuss. Ich haette noch Stunden ganz still dasitzen und ihm zuhoeren koennen. Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis trennen sich die Wege unserer Reisegruppe. Viele von uns besuchen noch die Philatelie, in der wir sowohl eine deutschsprachige Fuehrung wie auch unsere laengst faelligen Postkarten und Briefmarken erhalten. Wolfgang und ich machen es uns mit einer Tasse Kaffee bei Gerda (Internet-Cafe, Buchladen, Suessigkeiten-Kraemer, usw.) gemuetlich und erledigen die Post, die wir dann auch gleich noch in der Philatelie zum Abstempeln und Versand abgeben. Nach einem langen Spaziergang treffen wir wieder alle im Basislager.


12.8.2003
Wetter: heiter bis wolkig
Es ist unser letzter Tag in Ostgroenland und wir sind noch immer nicht muede zu wandern und auf Berge zu klettern. Sven fuehrt uns – Christiane, Rainer, Andreas, Wolfgang und mich auf den Hausberg. Wir steigen in relativ steilen Gelaende auf und werden mit einer phantastischen Aussicht belohnt. Beim Aufstieg beobachten wir eine Schneehuhn-Familie und vom Gipfel einen Wal, der sich vor der Kueste herumtreibt. Fuer den Abstieg waehlen wir einen einfacheren Weg, der uns durch ein Schneefeld fuehrt. Sven benutzt sein Sitzkissen als Schlitten - das kann u.U. schmerzhaft sein, wenn sich ein Stein unter dem Schnee verbirgt. Nach dem Abendessen, es gibt zum erstenmal typisch Groenlaendisches (besonders schmackhaftes Walfleisch), sind wir noch in Robert Peronis „Rotem Haus“ eingeladen, einer Vorfuehrung des Trommeltanzes beizuwohnen, angekuendigt und erlaeutert von Robert Peroni selbst (ein Erlebnis).


13.8.2003
Wetter: bewoelkt
Es heisst frueh (6 Uhr) aufstehen, packen und Ostgroenland Auf Wiedersehen sagen. Unsere Boote bringen uns zurueck nach Kulusuk, von wo wir nach Reykjavik fliegen und uns noch einmal in der Jugendherberge einquartieren, um dort die letzte Nacht zu verbringen.


14.8.2003
Wetter: bewoelkt, gelegentlich Regen
Nach dem gemeinsamen Besuch von Perlan gehen wir alle unsere eigenen Wege – schwimmen, bummeln, Kaffee trinken und Sightseeing. Die absolut hervorragend organisierte und von Sven spitzenmaessig gefuehrte Abenteuerreise schliessen wir mit einem ausgezeichneten Essen nahe des Flughafens von Keflavik.

Ich moechte an dieser Stelle nochmals unserem Reiseleiter Sven Lachmann danken, der diese Reise so fabelhaft geleitet, immer gute Laune verbreitet und uns seine Kenntnisse ueber das Land, Fauna und Flora auf so wunderbare Weise uebermittelt hat.

Ganz zum Schluss noch eine Bitte an Wikinger: Feilt nicht zu sehr an dieser Reise - sie verliert sonst ihr abenteuerliches Flair!


Text: Susanna
Bilder: Susanna und Wolfgang