...auf einer Trekkingtour
Das Zwiebelprinzip - man macht's eben der Zwiebel nach und wirft sich, Schicht für Schicht, in Schalen: Die erste Next-to-skin-Schicht (Funktionsunterwäsche) hat die Aufgabe, die Feuchtigkeit vom Körper in die nächste Schicht zu transportieren. Damit bleibt der Körper trocken und warm. Die zweite Thermal-layer-Schicht reguliert die Temperatur und leitet die Feuchtigkeit weiter. An regenfreien Tagen bildet sie die Außenschicht. Zum Einsatz kommen unterschiedlich dicke Fleece- bzw. Softshell-Jacken (kälte- und windabhängig). Wenn es gießt und stürmt, kommt darüber die Weather-Protection-Schale (die dritte Schicht). Als bester Regen- und Windschutz haben sich die Goretex-Produkte bewährt.
Empfohlene Kleidung
Leichte Trekkingtouren (bis 2 Stiefel):
- Leichte Trekkinghose mit abtrennbaren Hosenbeinen (Langhose und Shorts in einem).
- Funktionsunterwäsche (z. B. Coolmax), Funktionshemden (z. B. Fleece) - sie leiten die Feuchtigkeit ab und trocknen schnell. Nach Möglichkeit keine Baumwollkleidung verwenden.
- Softshell-Jacke oder mitteldicke (200er) Fleece-Jacke als Wärmeschicht (Zwischenschicht). Sie schützen den Körper vor Kälte und setzen den Feuchtigkeitstransfer nach außen fort.
- Leichte Regenkleidung (z. B. Goretex Packlite). Sie ist leicht und schützt ausreichend vor vorübergehenden Schauern. Durch ihr kleines Packmaß findet sie im kleinsten Tagesrucksack Platz.
- Wandersocken, die durch ihre Polsterung vor Blasenbildung schützen.
- Kopfbedeckung als Sonnenschutz (Mütze, Hut). Empfehlenswert sind Buff-Tücher, die man je nach Bedarf als Hals- oder auch Kopftuch verwenden kann.
Mittelschwere bis anspruchsvolle Trekkingtouren (ab 2-3 Stiefel):
- Schoeller-Tourenhose: Durch ihre Eigenschaften (schnelltrocknend, abriebfest, atmungsaktiv usw.) eignet sie sich bestens für anspruchsvolle Unternehmungen im Gebirge.
- Warme Funktionsunterwäsche (lange Unterhose) und langarmige T-Shirts aus Powerstretch o. Ä.
- Softshell-, eine mitteldicke (200er) und eine dicke (300er) Fleece-Jacke als Wärmeschicht.
- Regenjacke (Goretex XCR).
- Daunenjacke oder -weste für kalte Abende bei anspruchsvollen Trekkingtouren im Hochgebirge bzw. Expeditionen.
- Wind- und wasserdichte Überhose (Goretex XCR) mit Reißverschlüssen, die über die gesamte Beinlänge gehen, sowie Verstärkungen gegen Steigeisenschäden auf der Knöchelinnenseite.
- Handschuhe, bei Expeditionen Daunenfäustlinge und dünne Seidenhandschuhe.
- Wandersocken, bei Expeditionen Wollsocken und dünne Seidensocken.
- Kopfbedeckung: Sonnen- und Kälteschutz (Mütze oder Hut).
- Gamaschen, die vor Schneeeindringen in die Schuhe schützen (Expeditionen, Gipfeltouren wie Elbrus, Aconcagua u. Ä.).
Materialkunde![]()
Cordura - abriebfest, mit Nylon beschichtet, wirkt dieses Material wasserabweisend. Je nach Stärke (500-, 1000-Cordura) wird es u. a. für Rucksackböden, Taschen und Hosenbein-Verstärkungen gegen Steigeisenschäden verwendet.
RipStop - durch das Gewebe zieht sich alle 5 mm ein dicker Faden, der einen vollständigen Riss durch das Gewebe stoppt. Das Material findet Verwendung u. a. bei der Rucksack- und Kleidungsherstellung.
Fleece - Polyestergewebe mit flauschiger Oberfläche. Es schützt vor Kälte, ist atmungsaktiv und schnelltrockend - allerdings nicht winddicht. Es wird in der 100er-Ausführung als Unterwäsche und in der 200er Ausführung bzw. 300er Ausführung als Zwischenschicht getragen (s. Zwiebelprinzip).
Polartec 100-, 200-: Stärke des (Polartec-)Fleeces, gemessen nach Gewicht/m².
Daune - die Daune gilt immer noch als der Kälteschutz schlechthin. Weitere Vorteile: kleines Packmaß und Gewicht. Nachteil: feuchtigkeitsempfindlich. Bewährt haben sich Daunenjacken/-anzüge bei Hochgebirgsexpeditionen. Auf Trekkingtouren im Hochgebirge leistet eine leichte Daunenjacke/-weste an kalten Abenden gute Dienste. Siehe auch Schlafsäcke.

Softshell: leicht, warm, winddicht und wasserabweisend. Damit verbindet eine Softshell-Jacke die Eigenschaften der Zwischen- und der Oberschicht. Das Material fühlt sich angenehm an, ist äußerst funktional und nur bei extremen Schlechtwetter bedarf es einer wasserdichten Oberschicht.
Goretex Classic - schützt vor Regenwetter und Schweißbaden. Die Membran, mit der das Gewebe beschichtet ist, lässt die Feuchtigkeit von außen nicht eindringen und gleichzeitig den Schweiß von innen entweichen. So bleibt der Körper auch unter der ergiebigsten Regenwolke (weitgehend) trocken ...
Goretex XCR - steht für eXtended Comfort Range und gleichzeitig für mehr Atmungsaktivität als Goretex Classic (+ 25 %).
Goretex Packlite - leichter Regenschutz für einen Regenschauer zwischendurch. Denn wer wandert schon gern im Dauerregen? Für Skandinavien- und Schottland-Fans wenig geeignet ...
Schoeller Dynamic - zeichnet sich durch Abriebfestigkeit, Elastizität und hohen Tragekomfort aus. Das Material wird u. a. für die Herstellung der Tourenhosen verwendet. Eine Weiterentwicklung dieses Gewebes taufte man auf den Namen Schoeller 3Xdry: ein Stretchgewebe, das äußerst schnell trocknet, winddicht, atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend ist.
CoolMax - kommt aus dem Hause DuPont (Cordura-Hersteller) und ist für seine Hautfreundlichkeit, extrem kurze Trocknungszeit und Weichheit bekannt. Das Material wird u. a. für Unterwäsche und Socken verwendet.
Powerstretch - ein leichtes Fleecematerial mit hohem Elasthan-Anteil. Damit bietet die Powerstretch-Kleidung hohe Bewegungsfreiheit und optimale Passform. Und gleichzeitig die Vorteile des Fleece-Stoffes.




